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Freitag, 31. Oktober 2014

Mein neues Leben

Ich weiss, ich haeng maechtig hinterher. Und dabei bin ich nun schon seit 3 Wochen in Los Angeles. Also hier ein zusammen gerafftes Update, was bisher geschah:

Meine Ankunft war unspektakulaer, es war ja schliesslich nicht mein erstes Mal in LA und ich war muede und wollte einfach nur schlafen, nachdem der Mittelsitz im Flieger nicht unbequemer haette sein koennen. Am naechsten Morgen haben wir uns direkt auf den Weg zum Target gemacht um unser neues Apartment einzurichten. Freund Nase hat zwar schon ein paar Wochen dort gewohnt, war jedoch, typisch Mann, nicht in der Lage weder Schlafzimmer, noch Badezimmer auszustatten. Essen war auch keins im Kuehlschrank, also musste das auch noch her. Hach, was ein Spass. Auch in den folgenden Wochen war ich die meiste Zeit damit beschaeftigt, Staubsauger und Co zu besorgen. Ganz nebenbei hab ich dann noch eine neue Mitbewohnerin fuer das leere Schlafzimmer gefunden und nun sind wir hier 5 Leute in einem wunderschoenen, nagelneuen Apartment mitten in Hollywood. So laesst es sich leben.

Zum Thema Visum und Freund Nase: Wie viele schon wissen oder vermutet haben, waren wir kurzerhand beim Courthouse und haben, in Anwesenheit seiner Mama, "Ja" gesagt. Ich werde mich also fuer die naechsten Wochen weiterhin in Papierkram begraben, falls sich jemand wundert, was ich die ganze Zeit treibe.

Vielleicht schreib ich demnaechst mal nieder, wie es letztendlich dazu kam (Er war mich in Atlanta besuchen und aaaaah so schoen undundund aaaaah). Aber dann wiederrum will ich nicht zu viel aus der Beziehungskiste preisgeben, wenn ich sehe wie einige meiner Mitblogger auseinandergenommen und verurteilt werden. Schade, echt. :/

Jut, ich muss auch schonwieder los, Freund Nase hat Hunger. :)

Cheers!

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der Abschied

Mein letzter Tag war gefuellt mit Koffer packen und letzten Erledigungen. Roz kam fuer ein bisschen vorbei, um sich zu verabschieden und spaeter hab ich mich noch mit Kumpel getroffen, auf einen letzten Happy Hour Margarita beim Mexikaner. Waehrenddessen hat meine Hostmom das neue Au Pair von Flughafen geholt und ich nahm an, dass ich alle am Haus treffe und mich dann verabschiede. Sie wollte mir ausserdem noch meinen Check fuer die letzten zwei Wochen geben.

Ich fahr also wieder zurueck und wen treff ich im Haus? Neues Au Pair und Kind in der Kueche am Backen, von der Hostmom keine Spur. "Joa, die hat sich nur Wein eingeschenkt und musste sich dann mit Leuten treffen." Aka, sie sass irgendwo in ner Bar und reisst reiche, alte Maenner auf, waehrend das neue Au Pair direkt nach ihrem 5 Stunden Flug zum babysitten verurteilt wird. Meinen Check haette sie angeblich in die Kueche gelegt aber wie haben weit und breit nichts davon gesehen. An ihr Handy ist sie auch nicht gegangen und ich habe bis heute nichts mehr von ihr gehoert. Ausser das, was mir das neue Maedel berichtet. Sie war schon nach wenigen Tagen drauf und dran, zu gehen. Armes Ding.

Tete kam kurze Zeit spaeter schon um mich abzuholen und zum Flughafen zu fahren. Zum Glueck hab ich gar nicht erst versucht mich auf Frau Gastmama zu verlassen. Der Abschied war kurz und schmerzlos und ich war am Ende einfach nur erleichtert. Wir haben noch kurz bei Liyah halt gemacht und dann war's vorbei mit meinem Au Pair Abenteuer.

Seit 2008 hat sich mein Leben um kaum was anderes gedreht und dann war's einfach so vorbei. Die Zeit ist nur so dahin gerast. Rueckblickend bin ich immer noch fest der Ueberzeugung, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war. Am Ende hatte alles irgendwo seinen Grund und ich habe so viele wunderbare Menschen kennengelernt, so viel von einem Land gesehen, was ich vorher nur im Fernsehen bewundert habe, das kann mir keiner mehr nehmen.




Edit: Update zum Leben in LA gibt's morgen, versprochen!!!

Samstag, 18. Oktober 2014

Die letzten Tage in Atlanta (langer Text)

Die Achterbahn hoerte einfach nicht auf. Freizeit und Freunde lief super, Gastmutter wurde immer ekliger. Ich war natuerlich eh kaum daheim in meinen freien Stunden und wenn doch, waren fast immer Freunde mit mir und somit war Frau Gastmama gezwungen ueberfreundlich zu sein. Aus Florida wurde leider doch nichts mehr, da entweder das Wetter oder die Arbeitszeiten nich mitgespielt haben. Aber ich hatte trotzdem sehr viel Spass, was es mir am Ende unglaublich schwer gemacht hat.

An meinem vorletzten Freitag sind die Maedels erst zu mir gekommen, zum Vortrinken und dann waren wir im Tongue & Groove, ein Laden, den ich eigentlich gar nicht mag (oder vielleicht mag ich einfach alle Clubs nicht mehr), aber mit den richtigen Menschen wurde es dann doch eine wunderbare Nacht, die, wie ueblich, im Wafflehouse endete. Tete hat bei mir geschlafen und wir haben so ziemlich den gesamten naechsten Tag im Bett verbracht und rumgealbert als waeren wir Teenager, die ihr erstes Sleepover haben.
Nur zum Spaghetti machen sind wir mal aufgestanden. Spaeter hatten wir aber dann doch wieder Hunger und sind kurzer Hand zu Chick-fil-a gefahren, mit Abstecher zum Target. Wir wollten die Nacht ruhig angehen und bekamen im selben Moment eine Einladung zur Gamenight bei nem Kumpel. Wenn das mal kein perfekter Zufall war, auch wenn wir dort erstmal niemanden kannten. Ich hatte fast vergessen wie lustig so ein paar Gesellschaftsspiele sein koennen.
Wir sind sogar etwas laenger als die Masse geblieben und haben unten im Basement Pool bis spaet in die Nacht gespielt. Am Sonntag wollten wir eigentlich in die Mall, also sind wir relativ zeitig aufgestanden und haben uns auf den Weg gemacht. Dann rief auf einmal meine Gastmutter an, dass ich in einer Stunde daheim zu seien habe, da sie den Jungen nach Birmingham fahren muss und das Kind nicht mit will, also muss ich aufpassen. Viel ihr natuerlich mega zeitig ein, dass sie keine Kontrolle ueber ihr Kind hat. Mir wars im Grunde egal, ich war eh in Faulsein-Stimmung. Noch schnell Liyah Bescheid gesagt und dann sassen wir den Rest des Tages wieder bei mir und haben Brownies gebacken und Mean Girls geschaut. Nachdem wir Tete spaeter heimgefahren haben, entschieden wir uns spontan wieder Pool und diesmal auch Ping-Pong spielen zu gehen.



Montag war ich nach getaner Arbeit beim Wine-Tasting, welches als Pizza und Movie night endete. Im Grunde mein typischer Montag. :)
Am Dienstag kam Tete vorbei und eigentlich wollten wir zu unserer Dienstags-Bar gehen und da chillen, aber Gastmutti kam 3 Stunden zu spaet heim und somit wurde daraus leider nichts. Und dabei sahen wir so toll aus. Auch am Mittwoch war Tete wieder bei mir und spaeter kam auch Liyah dazu. Kuscheliger Maedels Abend... ich bin natuerlich einfach eingeschlafen, unterhaltsam wie ich bin. Partyknaller schlechthin.







Donnerstag wurde wie ueblich beim Lieblingsitaliener mit Pasta und Sangria verbracht und Freitag sollte ich eigentlich schon zum Lake House fahren, aber das wurde gluecklicherweise auf Samstag verschoben und somit konnte ich meinen letzten Freitag Abend in Atlanta in vollen Zuegen geniessen. Die Maedels kamen wie ueblich zu mir und wir haben uns zusammen huebsch gemacht. Tete ist gefahren, wir haben auf einem Parkplatz etwas weiter weg vom Club geparkt, was natuerlich nie eine gute Idee ist. Spaeter mehr. Liyah war schon gut dabei bevor wir ueberhaupt im Club waren. Drinnen wurde weiter getrunken, getanzt und rumgealbert. Mr. Kumpel war auch zufaellig da. An sich war der Abend echt der perfekte letzte Freitag Abend. Ich haette mir nichts besseres wuenschen koennen. Zu schoen um wahr zu sein? Kumpel und ich wollten anschliessend was essen gehen und die Maedels wollten heim, also sind wir getrennte Wege gegangen. Kurz spaeter bekam ich einen Anruf von Tete... sie koennen das Auto nicht finden. Und ich hatte mir natuerlich auch nicht gemerkt, auf welcher Strasse der Parkplatz war. Also mal eben google maps nach allen nahegelegenen Parkplaetzen gefragt. Irgendwie haben sie's dann gefunden und ich war wieder beruhigt.
Dann kam der naechste Anruf 20 Minuten spaeter. "We got into an accident." Irgendein Hirnie ist ihnen ins Auto gefahren, noch auf dem Parkplatz und wollte nun die Polizei rufen und sie bezahlen lassen (da er vermutlich keine Versicherung hatte). Liyah ist leider noch keine 21 und hat natuerlich mega Panik geschoben. Am Ende war's aber alles halb so wild und die Beule im Auto ist ein paar Tage spaeter, dank Hitze, von alleine verschwunden. Ich bin also schlafen gegangen und eigentlich sollte ich die Maedels am naechsten Morgen abholen, damit wir alle zusammen zum Lake House fahren koennen. Ich ruf sie also an und ... Liyah muss zum Arzt weil ihr Knoechel auf einmal 5 mal groesser als normal ist. Das hat man davon, wenn man betrunken auf Heels balanciert. Wieder was gelernt.

Ich bin letztendlich allein mit dem Kind zum Lake House gefahren und hab einfach mal die Ruhe genossen. Es war leider nicht sonderlich warm und auch noch windig und somit sass ich nur am Deck rum und hab dem Wasser zugehoert. :)

Am naechsten Morgen bin ich ein letztes Mal in mein geliebtes Clubhouse Gym gegangen, welches ich immer ganz fuer mich alleine habe. Eigentlich wollte ich danach noch mit in die Kirche gehen aber hab's dann leider doch nicht mehr geschafft. Der Abschied vom Gastpapa war fast schon ruehrend. Er meinte, er liebt mich echt und ich war das einzige Au Pair (13 Au Pairs hatten sie schon,  go figure), was wirklich versucht hat, dem Kind mit ihren issues zu helfen. Die erste die sich nicht manipulieren lassen hat. Da fiel mir die Kinnlade runter, da ich mir nie sicher war, ob ueberhaupt jemand in der Familie mitbekommt, was Kind so reisst.
Der Heimweg war wieder sehr uninteressant, mit den ueblichen Zickereien des Kindes und unnoetigen Stops. Ich war froh wieder zurueck zu kommen. Und bin nach 10 Minuten im Haus auch direkt wieder los, um mit Kumpel zum Fussball Spiel zu gehen. Danach gab's mal wieder Pizza. Ich ernaehr mich sonst echt gesund, wirklich! In der letzten Woche darf man schon mal taegliche Ausnahmen reinquetschen. ;)

Die naechsten beiden Tage war ich hauptsaechlich damit beschaeftigt meine Sachen zu packen und Kisten zu verschicken, da ich natuerlich nicht alles in meinen Koffern unterkriegen konnte. Zwischendrin noch Thai-Dinner und noch mehr Pizza und ein letztes Mal Buckhead Bars, was nicht haette toller sein koennen. Anscheinend waren da zwei Geburtstagsparties nebenher am Laufen und wir konnten gleich zwei Stueck Torte abgreifen. Erfolgreicher Abend. Wenn auch gleichzeitig etwas sehr traurig.

Dienstag, 30. September 2014

Maybe

"Maybe our mistakes are what make our fate. Without them, what would shape our lives? Maybe if we had never veered off course we wouldn't fall in love, have babies, or be who we are. After all, things change, so do cities, people come into your life and people go. But it's comforting to know that the ones you love are always in your heart. And if you're very lucky, a plane ride away."

Donnerstag, 25. September 2014

Nur noch 12 Tage...

...und dann war's das mit dem Au Pair Dasein. Die Zeit rast nur so dahin und ich bin neben dem taeglichen Chaos damit beschaeftigt, meinen Kram zu sortieren und auszumisten und manches ist sogar schon zusammengepackt. Zum ersten Mal in meinem Leben geh ich organisiert ans Packen ran. Menschen koennen sich also doch aendern. Mal sehen wie lange das anhaelt.

Der 8. Oktober ist mein letzter Arbeitstag, dann kommt das neue Au Pair (ich wuensch ihr allen Erfolg der Welt) an und ich mach mich noch am selben Abend auf den Weg nach Cali. Aber bis dahin ist's noch ein Weilchen.

Ich komm grad aus Birmingham wieder, wo ich alle zwei Wochen den Grossen hole, damit er mal etwas frische Georgia Luft schnuppern kann. Er wohnt im Internat, wie auch seine aeltere Schwester (diese ist allerdings in DC untergebracht). Ich kann ohne Zweifel sagen, dass die beiden die normalsten (relativ gesehen) in der Familie sind, obwohl sie natuerlich auch verwoehnt ohne Ende sind. Aber der Abstand vom eigentlichen 'Familienleben' hier scheint ihnen gut zu tun und ich mag die beiden echt gern.

Das Kind hat seit zwei Wochen Herpes im Auge und keiner kann sich erklaeren wie es dahin gekommen ist. Demnach steht mein Arbeitsplan natuerlich auch auf dem Kopf und von mir aus koennen die naechsten Tage noch etwas schneller vergehen. Aber hey, Florida und Lake House stehen auf dem Plan!

Samstag, 13. September 2014

August/September

Die letzten Wochen waren ein konstantes Rauf und Runter. Privat und im Job. Da denk ich fuer einen Moment, Mensch, es laeuft, da kommt auch schon der naechste Knaller.

Das Extension Rematch lief in dreifacher Geschwindigkeit. Innerhalb von 2 Wochen waren knapp 20 Familien interessiert. Ich war, ehrlich gesagt, teilweise ueberfordert mit dem ganzen Interesse. 20 Interviews in 14 Tagen? Puh. ABER.... Ich habe mein Profil vorerst von der Website nehmen lassen. Persoenliche Gruende groesstenteils. Die Familien waren teilweise sehr ansprechend, andere haben einfach alles auf den Kopf gestellt. Meine derzeitige Meinung vom Au Pair Dasein spielt in meiner Entscheidung natuerlich auch eine gewisse Rolle. Wie das Ganze endet kann ich erst in ein paar Wochen wirklich sagen.

An die Hassmails, die manch einer scheinbar fuer noetig haelt... Wenn euch meine Ansicht oder Art, MEIN Leben anzugehen, nicht gefaellt, warum Zeit verschwenden und weiterlesen? Oder auch noch einen Kommentar abgeben? Da scheint man ja sehr unzufrieden mit dem eigenen Leben zu sein, dass man andere mit runter ziehen muss. Immer weiter so, davon wird's sicher besser. :)

Ich schreibe diesen Blog nicht, um anderen zu gefallen oder den typischen Au Pair Alltag zu schildern. Ich bin nicht das typische Au Pair. Ich war auch nie das typisch Au Pair. Es gibt millionen andere "typische" Au Pair Blogs, die jeden Pupser ihrer Gastkinder im Detail verewigen. Jedoch ist dieser Blog einzig und allein fuer mich und meine Gedanken ueber mein taegliches Leben da. Und ich teile meine Gedanken gerne mit anderen, weil ich weiss, dass es viele Menschen gibt, die meinen kritischen Ansatz zu schaetzen wissen.

Jut soviel dazu. Wer mir auf Instagram, Twitter oder Snapchat (hernotyou) verfolgt, weiss vielleicht schon, was wirklich bei mir los ist. Wer nicht, muss sich noch ein wenig gedulden. :)

CHEERS!