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Freitag, 13. Mai 2016

Freund Nase zieht aus.

Oder eher, zog aus. Im April. Warum, fragt ihr?

Weil er nie den Abwasch machen wollte.


Spassssss. Er war mit seinem Bartending Job im Hotel schon etwas laenger unterfordert und hat sich somit gaaanz langsam auf die Jobsuche gemacht. Dass er das perfekte Angebot aus der San Francisco Gegend bekommt, war eher nicht geplant, aber da seine Familie ja eh dort wohnt, durchaus machbar.

Nun ist unser Mietvertrag in LA leider erst im September rum und doppelt Miete zahlen war vorerst nicht drin. "Lass uns doch bei meiner Mutter einziehen." HA, nee du. Das kannste fein alleine machen. Ich bin nicht mit 19 ausgezogen, um 7 Jahre spaeter bei ner anderen Mutter einzuziehen.

Also blieb nur eine Option. Ich bleib in LA, er zieht zu Mutti. Und im September, wenn der Mietvertrag rum ist, zieh ich dann wohl wieder zurueck in die gute, alte Bay Area. In ein Apartment natuerlich, nicht zu Mutti.
(Ich mag seine Mama und Geschwister echt sehr gerne und bin gerne mal fuer ein paar Tage dort, aber mit Mama auf Dauer leben ist dann doch nicht mehr so mein Ding. Uebergangsweise, vielleicht. Ein halbes Jahr, nope.)

Plan ist also, dass ich hier in LA weiterhin im Gym arbeite und das meiste da raushole und dann im September geht's in Richtung Norden. Gluecklicherweise hab ich nochimmer meine Maedels dort, insofern wird's weder eine grosse Umstellung noch das Mega-Abenteuer.

Bis dahin halten wir uns per Telefon und Internet gegenseitig auf dem Laufenden. Es ist nahezu langweilig, wie gut das laeuft. Aber es ist ja auch nicht unser erstes Mal in 'ner Fernbeziehung. Und das Ende ist in Sicht. Und wir sehen und mindestens einmal im Monat. Gaaeeehhnnnnn.


(Und die Wohnung ist sauber und ordentlich, wie sau.)

Donnerstag, 5. Mai 2016

Coachella 2016






Ich bin ja nun schon seit laengerem nicht mehr allzu oft in der Party-szene zu finden. Wenn ueberhaupt, dann nur, weil ich entweder dafuer bezahlt werde, oder es ist eine gaaanz besondere Angelegenheit. Wenn ich also auf einem $400-pro-Wochenendticket-Festival zu sehen bin, und dann auch noch zwei Wochenenden hintereinander, dann kann man beruhigt davon ausgehen, dass ich da bin um mir mein Bankkonto aufzufuellen.

Die Promo-agentur fuer die ich hin und wieder arbeite hatte etwa ein Monat zuvor per Email nach Leuten gesucht und ich hab natuerlich (wie auf viele andere Jobs zuvor) geantwortet und mir nicht viel dabei gedacht. Gerade Festivals sind sehr gefragt in der Promowelt. Aber schon ein paar Tage spaeter hatte ich die Bestaetigung, dass ich dabei bin, wenn ich Donnerstag bis Montag zur Verfuegung stehen kann. Uff. Und das zwei Wochen hintereinander. Mein Gym-boss war natuerlich dementsprechend begeistert. Wir sind gerade unterbesetzt und zwei Leute hatten sich das eine Wochenende schon freigenommen. Da war nur ich uebrig (wie ueblich). Mir betteln und schieben und 'Junge, stell halt mehr Leute ein, ich brauch das Geld' hat er mich dann unseren Saubermann Willie fuer meine Schicht einsetzen lassen. So richtig hat's Boss nicht gepasst, aber mittlerweile sind wir drueberweg. ;)

Indio, wo das Ding stattfindet, ist ca 2.5 Stunden von LA entfernt und da meine erste Schicht erst um 7 Uhr abends anfangen sollte, liess ich mir natuerlich alle Zeit der Welt und hab mich sogar am Morgen noch zum Brunch mit ein paar Maedels getroffen. Gegen 2 verliess ich mein Haus um noch etwas extra Zeit fuer eventuelle Stops zu haben. Ha. Denkste. Der Verkehr in LA kann mich mal. Eine Stunde spaeter und ich hab ganze 10 Meilen hinter mich gebracht. Zwei Stunden spater hatte ich endlich LA County hinter mir und hoffte auf Besserung in den Suburbs. Wer haette gedacht, dass Chino und Riverside ueberhaupt so viele Autos haben. Ich haette natuerlich wissen sollten, mindestens 8 Stunden vorher loszufahren.... Gut, mit ach und krach war ich Punkt 6 in Indio, musste aber noch meine Armbaender und Park-erlaubnis holen und dann, ja, parken und meinen Stand finden. Gluecklicherweise traf mich meine Kollegin fuers Wochenende am Abholpunkt, weil sie scheinbar Hoffnung hatte, dass wir's zusammen puenktlich zum Festival schaffen. Wir fuhren um die Ecke um ihr Auto dort fuer die Nacht abzustellen und machten uns auf den Weg. Leider wusste an den Parkplaetzen keiner, welche Nummer ihnen zugewiesen wurde und wir waren mit unserem 12b Parkausweis voellig verloren. Als wir dann unseren eigentlichen Zugang gefunden haben, wurden wir kalt abgewiesen. Alle verplant und daemlich. Keila (Kollegin) ist nach der dritten Runde ums Gelaende aus dem Auto gesprungen und hat's per Fuss versucht, waehrend ich weiter mit den Parkplatzmenschen diskutiert habe. Als ich dann endlich jemanden gefunden hatte, der mir bestaetigen konnte, dass ich in der Tat am richtigen Parkplatztor war, teilte er mir mit, dass sie natuerlich genau diesen Parkplatz grad zugemacht haben, aus technischen Gruenden. Es war mittlerweile um 8 und dunkel und ich war offiziell zu spaet. Irgendwann hab ich's dann doch irgendwie reingeschafft. 8.30 war ich angekommen und keiner war mir boese. Puh.

Der Job selber war super einfach und eher langweilig, aber das Team war super und wir haben uns immer gut die Zeit vertrieben. Wir waren in einem Zelt von Heineken und sollten lediglich das Bier der Camper in einem Kuehlhaus lagern. Und dafuer, dass auch Fahrtkosten und Hotel fuer uns uebernommen wurden, zusaetzlich zu unserem netten Stundenlohn, war es echt ein super Ding.

Am ersten Wochenende haben Keila und ich die Nachtschicht gearbeiten, heisst, 7 Uhr abends bis 2 Uhr nachts. Tagsueber haben wir dann meist gemuetlich ausgeschlafen oder uns an den Pool gelegt, oder nach was Essbarem gesucht. Oder wir sind ins Festival gegangen und haben uns mit Konzerten die Zeit vertrieben. Da es abends immer seeeehr kalt wurde (Von 100 auf 60 runter ...(40C-15C?)), und es der Wuestenstaub-Wind sehr ernst meinte, wurde ich natuerlich puenktlich zum zweiten Wochenende krank. (Coachella-Flu - wenn deine Lungen so mit Staub gefuellt sind, dass du ne allergische Reaktion in Form der Grippe hast) Ich wusste davon leider erst, als es schon zu spaet war.

Am zweiten Wochenende hab ich mich dann also mit Medikamenten vollgepumpt und in Taschentuechern zugedeckt und hatte trotzdem gut Spass. Diesmal hab ich sie Tagesschicht gearbeitet, von 12 Uhr mittags bis 7 Uhr Abends und konnte somit die guten Konzerte abends einpacken.

2016 Coachella Poster







Sonntag, 13. März 2016

Personal Trainer Certification

Um 7 Uhr morgens klingelte mein Wecker und ich war natuerlich schon auf den Beinen. Wobei sich die Vorfreude auf das anstehende Wochenende in Grenzen hielt. Vermutlich, weil ich nicht wusste, was genau auf mich zukommt und ob ich ueberhaupt vorbereitet war. Hab ich genug gelernt? Weiss ich, was und wo der Latissimus dorsi ist? Das ganze Material an sich ist wie eine neue Sprache. Da half mir weder Deutsch noch Englisch, noch sonst eine Sprache. Woerter wie concentric oder isometric verwende ich im Alltag doch etwas seltener und nur Buecher lesen bringt mich nicht weit. Aber dazu sollte dieser Wochenendkurs beitragen. Zwei 8-Stunden Kurse, gefolgt von zwei zwei-stuendigen Examen, die mir alles etwas klarer ins Koepfchen stopfen muessen.

So der Plan.

Samstag, Tag 1


Ich fuhr extra zeitig los, in meinem ueblichen Sport-outfit, bepackt mit einem gruenen Smoothie, den ich auf der Fahrt schon verdrueckte. Ueberraschenderweise war kaum was los auf den Strassen und ich war 20 Minuten zu frueh in Norwalk, wo der Kurs im LA Fitness stattffand. Also ab zu Starbucks, Monstergroesse Gruenen Tee, bitte.

Im Klassenraum waren dann schon alle versammelt. Eine gut gemischte Gruppe aus Maennleins und Weibleins, angehende und auffrischende Trainer. Man muss seine Zertifizierung alle 2 oder 3 Jahre auffrischen, um sie auf dem neusten Stand zu halten.

Das Material des Tages war gluecklicherweise alles sehr bekannt und auch der praktische Teil war leicht bewaeltigt, auch wenn man sich etwas daemlich vorkam. Der erste Test des Wochenendes lief auch relativ fluessig und ich fuhr mit einem guten Gefuehl nach Hause. War doch gar nicht so schwer. Teil 1 geschafft.


Sonntag, Tag 2

Da der vorige Morgen so gut lief, hab ich das selbe Ritual beibehalten und sass puenktlich, mit monster-grossem gruenen Tee im Klassenraum. Dieser sah diesmal allerdings erschreckend leer aus. Es waren nichtmal 10 Leute uebrig, von denen ich natuerlich auch noch die einzige Frau war. Die anderen hatten scheinbar keine Lust auf Teil 2, oder brauchten es fuer ihre Auffrischung nicht.

Mir solls recht sein. Leider zog sich der Tag unendlich hin. Wir lernten alles ueber besondere Populationen, die wir dann frueher oder spaeter eventuell mal trainieren. Von Kindern, bis aeltere Generationen. Osteoporosis bis Diabetes und Arthritis und und und. Spannend ist anders. Und dazu noch Woerter und Abkuerzungen, die wie Krankheiten aussahen (hmmm duh).

Der Test war dann dementsprechend nicht so locker flockig getan. Es hat mich zu Schulzeiten zurueckversetzt, wo ich am liebsten heulend aus dem Raum rennen wollte. Ich wusste vieles, aber manche Sachen schienen mir komplett unbekannt. Stand das im Buch? Noch nie von gehoert, was soll der Mist, mannnnnnnnnnooooooo. Blieb nur noch raten. Wenn du's nicht weisst, nimm C. Oder wars D? Warum hab ich jetzt sieben B's nacheinander? Das kann nicht stimmen. Oder doch? Vielleicht solls mich verwirren? Oh gott, ich will nach Hause. Ich hab Hunger. Ich sollt mir spaeter Pizza und Schoki holen. Hab's mir verdient. Pfffff, Spinner, geh ins Gym. Oh warte, acht B's? Hae?

Bis zur letzten Minute sass ich da und hab's dann aufgegeben, ohne nochmal drueber zu schauen. Kreuze gesetzt wo's Sinn machte und auf's Beste gehofft.

Jeder Tag bzw jeder Test ist fuer ein alleinstehendes Zertifikat. Tag 1 war 'Personal Fitness Trainer'-Test, also quasi alles rund um den allgemeinen Job und alles was man dazu halt wissen muss. Anatomie, Bio-Chemie, Kinesiologie, usw. Und Teil 2 war eben 'Special Populations Training' oder so. Wenn man beide besteht, bekommt man ein zusammenfassendes Zertifikat und darf sich Master Trainer nennen. Wenn man nur eins besteht, dann eben nur das eine.

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich Teil 2 komplett verkackt hatte.

Ich fuhr also heim und nun hiess es warten. Da es nicht meine erste Zertifizierung mit der Organisation (AAAI ISMA) ist, wusste ich bereits, dass ich weder Anruf noch Email bekomme. Lediglich mein Zertifikat, falls ich bestehe. Ich haette natuerlich nach einer Woche oder so anrufen koennen, aber da ich eh noch nicht wusste, was und wie und ob ich ueberhaupt was damit anfange, war ich in keiner grossen Eile.

Nach schon nichtmal zwei Wochen kam die Post und ich bin nun offiziell zertifiziert. Beide Tests bestanden. Yay!






Sonntag, 6. März 2016

Samstag Nacht & Superbowl

Der Grill Spass hielt leider nicht allzu lange an, da Linda leider wieder zurueck musste, um zu babysitten. Ich war leider, gezwungenermassen, nicht sonderlich flexibel und musste demnach mit. Alles kein Problem, denn so ein kleines Nickerchen schadet einer angeschwippsten Jule nie. Es war in der Tat eines der besten Schlaefchen seit langem. Zwei Stunden spaeter war Linda fertig und hat sich dazu gelegt. Nochmal ne Stunde schnarchen. Dann wurde es aber dringends Zeit fuer uns und unser Abendritual. Weinflasche oeffnen, duschen, schminken, Haare glaetten, vorm Spiegel tanzen und Plaene schmieden bis der Uber-taxifahrer kommt.

Und dann auf zu den alten Stammtischen. So mehr oder weniger. Es waren die selben, alten Bars, gefuellt mit unbekannten Gesichtern. Lediglich die Tuersteher waren teilweise noch die selben. Ob das nun gut oder schlecht war... hm. Wir waren erwachsener und man hat's gemerkt. Die alten Anmach-geschichten (oh ja, Stanford und IT und ich habs voll drauf) wurden ausgelacht und auch andere jegliche Versuche uns zu beeindrucken (ja, alter ich bin voll body builder und ich lebe im Gym und fass bitte mal meinen Bizeps an und hfdghdurghd), schienen verloren. Aber das waren die ersten 30 Minuten unserer Orientationsphase. Es dauerte nicht lange, bis wir uns wieder in unserer altbekannten Stimmunglage gefunden haben. Wir waren schliesslich nie hier um angemacht oder ueberhaupt von dem anderen Geschlecht gemustert zu werden. Wir waren hier fuer uns. Schluss, aus, Ende, ab ging die Sau. Wir haben tatsaechlich bis Barschluss getanzt und hach, tat das mal wieder gut.

Danach noch schnell bei Subway einen Snack geholt und dann war's auch schonwieder Zeit fuer Bettchen.

Am naechsten Tag war's dann Superbowl-Tag. Warum sie's nicht offiziell zum Feiertag erklaeren ist mir unklar. Es wird mit Sicherheit feierlicher behandelt als Ostern. Wir quaelten uns aus dem Bett... gut, ich weniger, ich steh Punkt 7.30 auf der Matte.  Und nach ner kurzen Dusche und Zusammenpackerei machten wir uns wieder auf den Weg nach San Francisco, diesmal per Zug, bepackt mit Mimosas, zurueck zum Kumpels Apartment, wo wir uns diesmal alle, samt Kumpels, fuer den Superbowl versammelten.

Leider, leider, leider stand puenktlich zum Anpfiff mein Fahrer vor der Tuer, der mich zum Flughafen brachte. Hach, war ich wieder traurig. Oder vielleicht auch nur wieder angeschwippst. Ich trink ja nun kaum noch was und vertrag soviel wie ne Eintagsfliege. Und dann noch im Auto eingeschlafen. Ich war fertig mit der Welt nach diesem Wochenende.

Der Flughafen war so leer wie noch nie und der Flug langweilig und *gaehn*. Freund Nase hat mich wie gewohnt verspaetet vom Flughafen abgeholt, weil er natuerlich noch in ner Bar sitzen musste, bis der Superbowl vorbei war. Junge, Junge.




Montag, 29. Februar 2016

Fundgrube

Ich hab was fuer euch. Und fuer mich. Fuer alle.

Wer schon etwas laenger dabei ist, weiss ja, dass dieser Blog zu meinem zweiten Mal als Au Pair entstanden ist und ich davor schon zwei Blogs hatte. Einem zu meinem ersten Mal als Au Pair in den Staaten und dann einen zu meinem Work & Travel Jahr in Kanada. Schlau wie ich bin, mussten natuerlich getrennte Blogs dafuer erstellt werden, um alles so kompliziert wie moeglich zu machen. Nuuuuun hab ich aber herausgefunden, dass ich die ganzen alten Posts der anderen Blogs einfach samt Datum importieren kann.


Wem jetzt also langweilig wird, der darf da drueben -> in meiner Zeitleiste -> stoebern und bis 2008 zurueck gehen und um die 'neue' alte 300 Posts lesen.

Ich hab sie erstmal importiert und werd jetzt schauen, was aus alten Bildern etc geworden ist.

Hier ein paar Goldstuecke aus der Fundgrube:

Mein allererstes Interview mit der Organisation

Der erste Familienvorschlag

Orientation (beim letzten Satz musst ich grad so lachen... ich olles Dorfkind)

Erstes Rematch

Dritte Familie

Drittes Rematch, vierte Familie

Alltag in Toronto, Kanada

Zurueck in Deutschland (Lebensweisheiten ohne Ende)


Vergebt mir fuer Posts, die in diesem neuen Zusammenhang keinen Sinn machen oder lediglich aus unbrauchbaren Bildern bestehen. Ich raeums demnaechst auf.






Sonntag, 28. Februar 2016

Samstags-Barbeque

Tag zwei in der Bay Area und zu meiner Ueberraschung war es ein weiterer wunderschoener Morgen. San Francisco ist sonst gern mal stark vernebelt morgens, aber es war sonnig und nicht allzu kalt. Wir waren dank der vorigen Nacht sehr dehydriert und dementsprechend gut drauf.
In windeseile wurde geduscht und das Chaos der Nacht aufgeraeumt und zusammengepackt. Es war ja schliesslich nicht unser Apartment. Dann noch kurz mit Linda's Hundi um den Block gerannt und dann ging's auch schonwieder Richtung Sueden, wo wir uns mit Freunden zum Barbeque treffen sollten. Unterwegs hielten wir bei Starbucks, um unseren Wasserhaushalt wieder in Gang zu schmeissen und meine Sucht nach gruenem Tee zu stillen und dann mussten wir natuerlich noch Grillzeugs kaufen gehen.

Danielle studiert hier und ist nebenbei Nanny. Die Familie fuer die sie arbeitet, wohnt in den Hills, mit Pool und Weinreben und Aussicht ohne Ende. Das war natuerlich der perfekte Ort fuer unsere Grillerei. Leider waren wir aber Maedchen schlechthin und haben uns allesamt wie die letzten Trottel angestellt, als es ans eigentliche Grillen ging. Wobei wir natuerlich als allererstes ne Tuete Pitachips aufgerissen haben und Tsaziki war alles, was wir zum Leben brauchten. Zum Glueck kamen Jungs zur Hilfe, und so gabs doch noch etwas nahrhaftes zu essen.

Etwas spaeter kam auch eeeendlich meine liebste Charley hinzu, die ich schon seit fast 2 Jahren nichtmehr gesehen hatte. Sie war voruebergehend zurueck in GB, wo sie sehr geduldig auf ihre Greencard gewartet hatte. Und nun war sie wieder da und es fuehlte sich an, als waeren wir alle nie getrennt gewesen. Wie in den guten, alten Zeiten. (Manchmal fuehl ich mich wirklich, als haette ich schon 10 verschiedene Leben gelebt. In so vielen Staaten und Laendern was aufgebaut und beste Freunde in der gesamten Welt verteilt.)




Sonntag, 21. Februar 2016

Playboy Superbowl Party

Es war ein sonniger Freitag, Anfang Februar, und man konnte endlich den Fruehling riechen. Ich rollte aus dem Bett, traf mich mit meinem besten Freund, dem Gym und startete auch sonst sehr stark in den Tag. Schon wenige Stunden spaeter ging mein Flieger nach San Jose und ueberraschenderweise war ich puenktlich fertig geduscht und gepackt. Am Flughafen angekommen realisierte ich, dass es schon fast wieder ein Jahr her war, dass ich mir einen solchen Trip gegoennt habe. Das Gefuehl mochte ich gar nicht... was ist aus der abenteuerlustigen, jeden Monat woanders-Dame geworden? Und so beschloss ich in jenem Moment, dass ich den Alltagstrott nie wieder gewinnen lasse. Ja, ich muss sparen, und auch das viele Arbeiten ist voll okay, aber ich muss mir auch mal was goennen. Bin ja doch nicht mehr allzu lange in meinen Zwanzigern...

Zurueck zum Flughafen. Es lief alles wie am Schnuerchen (auch wenn ich's, wie der letzte Trottel, geschafft hatte mich am Trinkwasser-spender von oben bis unten nass zu spritzen) und der Flug war in weniger als 40 Minuten gegessen. Die Flugbegleiter kamen kaum hinterher mit ihrem Service. "Hier, dein Wasser." - "Okay, Becher bitte!" - "Hier, Salzbrezeln." - "Okay, jetzt aber schnell her mit dem Muell!"

In SJ angekommen, hiess es warten. Dank Superbowl war alles ein bisschen chaotischer als normal und auch wenn mir schon vorher bewusst war, dass Linda mich etwas spaeter abholt, wurde es dank Verkehrschaos noch laenger. Ich hab mir dann gezwungenermassen die Zeit bei Starbucks vertrieben. Die zwei Geschenkkarten (?), die ich noch von Weihnachten an mir hatte, kamen da ganz gelegen. Drei Trenta gruene Tees spaeter, kam Linda endlich angerollt und los ging die Party. Wir haben kurz bei ihr zuhaus angehalten um uns mit Snacks fuer die Fahrt und die Nacht zu versorgen und sind dann direkt nach San Francisco gefahren. Zum Glueck hatten wir das Apartment von nem Kumpel fuer die Nacht, denn ein Hotel haetten wir uns an diesem Wochenende sicher nicht leisten koennen und zurueckfahren wollte auch keiner von uns.

Im Apartment angekommen, wurde gleich eine riesen Flasche Wein gekoepft und die Glaetteisen warmgemacht. Wir mussten leider schon um 9 zur Party, viel Zeit war also nicht um gross vorzufeiern. Zwischendurch wurden wir natuerlich auch hungrig und sind schnell zum Laden gerannt um Popcorn zu holen. Punkt 9 waren wir auch fertig (nach mehrmaligem Kleidungs-wechsel) und haben unser Uber gerufen. In dem sassen natuerlich 2 weitere Maedels, die zur selben Party eingeladen wurden. Kaum an der Party angekommen, haben wir sie allerdings verloren und nie wieder gesehen.

Schon als wir uns den Feierlichkeiten naeherten, war klar, dass das keine normale -omg-so-cool- Party sein sollte. Der Parkplatz war groesser als meine Heimatstadt und das "Zelt" (Ein festes Party-Zelt quasi, wo ich schon vor ein paar Jahren fuer's Oktoberfest war.) wurde auch sehr herausgeputzt, mit Lichtern und so. Schick, schick.

Die Schlange war schon von weitem zu sehen und es war eiseeeeekalt und ich dacht mir nur "nee." Linda scheint den selben Gedanken gehabt zu haben, denn kaum waren wir aus dem Auto ausgestiegen, griff sie nach meiner Hand und im Powerwalk (ich bin's, ich hab's, bam-bam-bam - so nach dem Motto) marschierten wir an der Schlange vorbei, direkt zum Eingang. Dann schnell in die Schlange gemogelt, ohne dass es jemand sieht und tadaaaa, wir waren drin.

Fox hat's ein bisschen dokumentiert.  Scottie kommt des oeftern zu mir ins Gym (Wir sind im selben Gebaeude.), aber psssst. Sehr netter Herr.

Leider war's erst kurz nach 9 und die Halle entsprechend leer. Und somit, was blieb uns anderes uebrig, machten wir uns auf der Suche nach Pizza. Fuendig wurden wir im "food court", wo mehrere food trucks auf uns warteten. Ich hab's alles gegessen. ALLES. Und es war sooooo lecker. ICH BEREUE NICHTS. Nun hatten wir unsere Grundlage fuer jegliche alkoholischen Getraenke gesetzt und liessen es uns nicht entgehen, jede einzelne Bar und jeden einzelnen Drink auszuprobieren. Eine Bar war mit 'Mixologists' besetzt und hat komplett uebertriebene Cocktails kreiert (??? created, wie schreibt man das in Deutsch???), mit Gemuese, Gewuerzen, rohen Eiern und solche Scherze. Etwas zu viel fuer mich. Also auf zur naechsten Bar, die zum Glueckkkk ein einfachen Gin & Tonic zaubern konnte. So talentiert.

Playboy hat fuer alles bezahlt und da muss man es sich natuerlich gut gehen lassen. Nebenbei fiel mir auf, dass es ausschliesslich EFFEN Vodka gab und ueberall EFFEN stand. Kam mir bekannt vor, aber dacht mir halt, ach die sponsorn das sicher irgendwie. *KLICK* machte es erst, als 50 Cent an mir vorbei schlenderte, samt Entourage ('Vince' von der Serie Entourage war auch am Start, wo wie beim Thema sind. :) ). Er wirbt fuer den Vodka und war so vermutlich 'Promomodel' fuer den Abend.

Ich hab staendig Leute gesehen, die in mein Gym gehen, was sehr amuesant war. Wir haben die Party spaeter in LA ausgewertet und die meinten, es war enttaeuschend, wenn man's mit den Playboy Mansion Parties vergleicht. Da konnt ich leider nicht mitreden, wurde aber versprochen, dass ich eine Einladung zur naechsten bekomme. Das waer doch mal was.

Enttaeuschend ist fuer uns normal-Party-gaenger (wenn ich mich ueberhaupt noch so nennen darf, ich langweilige Hasenmutti) auf jeden Fall was anderes.  Ich bin nicht in der Szene, aber Alesso hat als DJ aufgelegt und der ist wohl ein ganz grosser. Musik war schonmal gut. Ueberall Playboy Bunnies rumhuepfen zu sehen, war auch genial. Und ueberhaupt und sowieso, gute Nacht.

Wir haben uns im Anschluss noch mit ein paar von Lindas Freunden zum Late-night Snack getroffen (weil wir noch nicht vollgestopft genug waren). Und dann ging's auch schon heim ins Bett.






















Freitag, 19. Februar 2016

So viel los!

Ich denk wirklich jeden Tag an euch, aber irgendwo fehlt einfach die Zeit um grad alles aufzuschreiben. Und dabei hab ich doch so viel zu erzaehlen! Von meinem Wochenende in San Francisco, zu meinen Deutschlandplaenen, bis zu meiner Personal Training Class diese Woche. Ich arbeite grad wirklich jeden Tag, bin nebenbei mal wieder krank geworden (nach dem Hammer Wochenende in SF natuerlich, ich soll ja nie zu viel Spass haben, mein Koerper bestraft mich sofort) und wenn ich mal nicht arbeite, versuch ich entweder ne Runde laufen zu gehen (insofern mir das moeglich ist) oder fuer die Class zu lernen (versuchen ist hier das Stichwort, ich komm zu nichts).

Ich werde mich Sonntag Abend hinsetzen. Versprochen.

Sonntag, 31. Januar 2016

Meine typische Woche

Ich steh frueh's um 5 auf und geh entweder kurz ins Gym oder mach mir gemuetlich nen Kaffee und fahr dann gegen 5.30 zu meinem morgendlichen Babysitting Job. Dort loes ich dann die Mom ab, die um 6 zur Arbeit muss und vertreib mir die Zeit mit Kaffee und Facebook, bis das Kind um 7 rausmuss. Dann mach ich dem Fruehstueck und versuch ihn in Hosen zu kriegen und dann geht's auch schon zur Schule. Die Schule ist bei mir in Culver City. Also geh ich im Anschluss (8.30) entweder Sport machen, oder fahr heim und leg mich noch ne Runde auf die Couch. Dann muss ich entweder um 11 oder um 4 im Gym arbeiten, je nachdem was fuer ein Tag ist. Wenn ich abends nicht im Gym bin, bin ich entweder babysitten oder geh ne Runde laufen oder geh zeitig ins Bett. Echt nicht's spannendes. Da zwischendrin mach ich meist noch einen riesen Haufen zu essen, oder raeum auf oder geh einkaufen oder mach die Hasen sauber... Irgendwie hab ich doch immer irgendwas zu tun.

Am Wochenende babysitte ich abends meistens und arbeite auch da hin und wieder im Gym. Und Sonntag gibt's immer Doener.

Ja, so sieht's aus. Aufregendes Leben sieht anders aus.

Aber dafuer hab ich ja immermal wieder besondere Angelegenheiten. Wie letzte Woche die Fit Expo und naechste Woche bin ich in der SF Bay Area, weil ich zur Playboy Super Bowl Party eingeladen bin. Und das lass ich mir natuerlich nicht entgehen. Im selben Zug geh ich natuerlich Linda besuchen, die mich nun wohl oder uebel zu dieser, vermutlich seeehr langweiligen, Fete begleiten muss.