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Mittwoch, 27. Juli 2016

Deutschland Videos

Ich hab's geschafft, all meine Snapchat videos zusammenzuschneiden. Das mit dem Video bearbeiten muessen wir aber noch ein bisschen ueben, bis ich zum Youtube Star werde. 




Was man so in Deutschland macht.

Leider hat mir der Jetlag schwer zu schaffen gemacht. Und dann wurd ich langsam aber sicher auch noch krank. Ich war die gesamte Zeit in Deutschland muede und irgendwie schlaff. Aber am Ende hab ich doch versucht das Beste daraus zu machen. Und so bin ich schon am naechsten Morgen relativ zeitig aufgestanden um mit Mama auf der Terasse zu fruehstuecken. Das Wetter haette ich kaum besser erwischen koennen. Schoen warm, aber nicht zu warm und sonnig, aber nicht zu sonnig. Ein bisschen regnerisch hier und da, aber keine Flut.

Meine Vormittage waren leider doch sehr faul und schleppend, aber Abends gab's immer was gutes. Wir haben viel gegrillt, waren beim Lieblingsgriechen und ich hab so viel wie moeglich Melli's kleinen Kind geknuddelt (bis ich krank wurde und drei Meter Abstand halten musste). Melli wohnt mittlerweile im Nachbardorf meines Elternhauses und so konnte ich da selbst ohne Auto schnell mal hin.

Ohne Auto? Hast du nicht einen wunderschoenen, alten, knallgelben BMW in Deutschland stehen, liebe Jule? JA, hab ich. Aber mein liebster kleiner Bruder hat den sich gekrallt und gab ihn, ausser fuer einen Abend, an dem ich ihn fahren sollte, damit er mit seinen Freunden trinken kann, nicht her. Er meinte, ich weiss nicht, wie man so ne alte Karre gefuehlvoll faehrt. TZZZZ. MEINE ALTE KARRE. GRRRRRRR. Und dabei hatte ich mich doch so auf meinen gelben, klapprigen Sonnenschein gefreut. Und Autobahn. Und Gangschaltung. Hm, war wohl nichts.

An einem anderen Morgen hatte ich mich trotz Jetlags sogar mal frueh's um 7 aus dem Bett gequaelt, um mit Janine ins Fittie zu gehen. Ein deutsches Gym hab ich selten von innen gesehen, damals, als ich in Deutschland lebte und faul war. Volleyball und Tanzen, aber so ein Fitnessstudio war mir komplett fremd. Janine meinte, ich krieg bestimmt nen guten Deal fuer meine 10 Tage in Deutschland. Weil ich ja Trainer aus LA bin und so. Pfff, denkste. Der Inhaber des Kaffstadt Fittis war arroganter als mein Beverly Hills Boss. Wer hat der kann? Ich glaube nicht. Aber immerhin hatte er Bier im Kuehlschrank, direkt unterm Proteinshake. So muss das. Es blieb bei diesem einen Besuch. Ein paar cooler Geraete waren dabei, und manche zaehlten sogar deine Reps fuer dich, falls Grundschule nicht so dein Ding war. Coole Sache.

Der Lieblingsgrieche hatte mir einen Suedafrika Schal ausgebuddelt, damit es mir dort nicht zu kalt wird.
Und leckere Kaeseschnitzel hat er mir gekocht, die ich natuerlich nicht alle geschafft hab.
Deutsche Eier.

Wer es schafft, mir sowas hierher zu schicken, ohne dass es verfault, ist fuer immer mein Held.

Meine Prinzessin.
Dorfkirche
De Nine

Mami
Auf nach Afrika.
(Es ist noch mehr in Deutschland passiert, aber ich habe keine Zeit, ich muss zum Pilates, tschuuueeeeeess)

Samstag, 9. Juli 2016

Meine Reise nach Deutschland

Am Sonntag den 5.6. war's endlich soweit, auch wenn mir noch lange nicht so war. Die Aufregung hielt sich fern und so wirklich 'echt' kam mir meine anstehende Reise noch nicht vor. Ich war sogar noch auf Arbeit, weil ich mir dachte, dass so eine extra Schicht ja nicht schaden kann. Dann noch eben schnell packen und dann geht's halt los. Ach Jule.

Ich war dann wirklich grad so mit meinem provisorischem Packen fertig, da musste ich auch schon los. Mein momentaner Mitbewohner hatte grad nichts zu tun und hat mich kurzerhand zum Flughafen gefahren, der gluecklicherweise nur 20 Minuten von meinem Haus weg ist. Schnell verabschiedet, eingecheckt - der Koffer war natuerlich zu schwer - und dann sass ich da. Und noch immer wollte es mir nicht bewusst werden. Aber ich hatte ja auch noch ein gutes Stueckchen vor mir.

Der erste Flug, nach Duesseldorf mit Air Berlin, war voellig okay und ich hatte zwei Sitze fuer mich! Da konnt ich etwas schlafen und die Zeit verging wie im Flug (ha).





In Duesseldorf angekommen gab's dann ne kleine Passkontrolle und dann hab ich's mir wieder gemuetlich gemacht und vergeblich versucht meine deutsche Vodafone SIM aufzuladen. Alle Laeden wuerden nur Bargeld nehmen und das hatte ich natuerlich noch nicht. Und die Pin meiner deutschen Bankkarte hatte ich schon lange vergessen. Also hab ich's online versucht, aber das ist natuerlich so schief gegangen, dass ich Geld bezahlt habe und dann den falschen Tarif bekommen habe, obwohl und ach und menno. Ich hab's dann sein lassen. Wer brauch schon LTE.

Der Flieger nach Dresden war alles andere als beeindruckend. Propellerflugzeuge waren noch nie meine besten Freunde. Aber es war ja nur ne Stunde und dann war ich auch schon in der alten Heimat. Ich hab mich dann noch schnell im Bad frisch gemacht, mir meinen Koffer geschnappt und wurde dann am Zoll gestoppt. "Haben Sie Geschenke dabei?" - "Klar, Schokolade und Lucky Charms und Sonnencreme und so." - "Elektronische Geraete?" - "Nur meinen Laptop, Handy und Kindle." - "Ah, ja okay." ...ah. Okay.

Und dann standen da auch schon meine Mama, Papa und mein kleines grosses Bruederchen. Auf der Heimfahrt wurde natuerlich Doener geholt und hach, wie Weihnachten.

Den Rest des Abends sassen wir auf der Terasse, haben Wein und Bier getrunken, und meine Melli und Janine kamen vorbei. Wunderbar.


Mittwoch, 25. Mai 2016

Deutschland und Welt, ich komme!

Bald, ganz bald. Es stand ja schon etwas laenger fest, dass ich mich dieses Jahr endlich mal wieder in Deutschland blicken lasse, da meine Kindergarten-Freundin heiratet und ich das natuerlich mit ihr feiern muss. Und als ich so mit meinem Boss hin und her diskutiert habe, wie lange ich denn nun ausser Lande sein werde, schienen drei Wochen ganz angebracht. Ihm passte es gar nicht, dass ich ueberhaupt freinehme. Was faellt mir denn ein, bei meinem Teilzeitjob, mit knapp 20 Stunden pro Woche, unbezahlten Urlaub zu erfragen? Und dann auch noch 5 Monate im Vorraus. Hackt wohl bei mir. (Wir sind noch immer unterbesetzt und ich bin die Einzige, die alle Schichten arbeiten kann.)

Irgendwann hat er dann doch nachgegeben (und es dann ein Monat spaeter wieder vergessen, und dann wieder 'genehmigt') und so ist's jetzt alles nigelnagelfest.

In der Zwischenzeit hatte ich mir natuerlich Gedanken gemacht, was ich denn fuer drei Wochen in Deutschland anstellen sollte. Deutschlandrundreise und alle Freunde und Verwandtschaft besuchen? Nee, die koennen auch zu mir kommen. Hm. Mit meinem Hund Gassi gehen. Ja. Und dann? Hm.

Wen koennte man denn so besuchen? Was muss ich unbedingt machen? Pffff. Keine Ahnung...

Ich fing also an mit dem Multi-City Feature auf kayak.com rumzuspielen. Da kann man mehrere Stadte anfliegen und alles zusammen buchen, was meist sogar billiger ist, als einen Roundtrip zu buchen. Und als sich dann rausstellte, dass mich ein 'kleiner' Umweg in die suedliche Hemisphaere nur wenige hundert Dollar mehr kosten wuerde, began ich Plaene zu schmieden, wie ein Weltmeister.

Wer kann's erraten?


Freitag, 13. Mai 2016

Freund Nase zieht aus.

Oder eher, zog aus. Im April. Warum, fragt ihr?

Weil er nie den Abwasch machen wollte.


Spassssss. Er war mit seinem Bartending Job im Hotel schon etwas laenger unterfordert und hat sich somit gaaanz langsam auf die Jobsuche gemacht. Dass er das perfekte Angebot aus der San Francisco Gegend bekommt, war eher nicht geplant, aber da seine Familie ja eh dort wohnt, durchaus machbar.

Nun ist unser Mietvertrag in LA leider erst im September rum und doppelt Miete zahlen war vorerst nicht drin. "Lass uns doch bei meiner Mutter einziehen." HA, nee du. Das kannste fein alleine machen. Ich bin nicht mit 19 ausgezogen, um 7 Jahre spaeter bei ner anderen Mutter einzuziehen.

Also blieb nur eine Option. Ich bleib in LA, er zieht zu Mutti. Und im September, wenn der Mietvertrag rum ist, zieh ich dann wohl wieder zurueck in die gute, alte Bay Area. In ein Apartment natuerlich, nicht zu Mutti.
(Ich mag seine Mama und Geschwister echt sehr gerne und bin gerne mal fuer ein paar Tage dort, aber mit Mama auf Dauer leben ist dann doch nicht mehr so mein Ding. Uebergangsweise, vielleicht. Ein halbes Jahr, nope.)

Plan ist also, dass ich hier in LA weiterhin im Gym arbeite und das meiste da raushole und dann im September geht's in Richtung Norden. Gluecklicherweise hab ich nochimmer meine Maedels dort, insofern wird's weder eine grosse Umstellung noch das Mega-Abenteuer.

Bis dahin halten wir uns per Telefon und Internet gegenseitig auf dem Laufenden. Es ist nahezu langweilig, wie gut das laeuft. Aber es ist ja auch nicht unser erstes Mal in 'ner Fernbeziehung. Und das Ende ist in Sicht. Und wir sehen und mindestens einmal im Monat. Gaaeeehhnnnnn.


(Und die Wohnung ist sauber und ordentlich, wie sau.)

Donnerstag, 5. Mai 2016

Coachella 2016






Ich bin ja nun schon seit laengerem nicht mehr allzu oft in der Party-szene zu finden. Wenn ueberhaupt, dann nur, weil ich entweder dafuer bezahlt werde, oder es ist eine gaaanz besondere Angelegenheit. Wenn ich also auf einem $400-pro-Wochenendticket-Festival zu sehen bin, und dann auch noch zwei Wochenenden hintereinander, dann kann man beruhigt davon ausgehen, dass ich da bin um mir mein Bankkonto aufzufuellen.

Die Promo-agentur fuer die ich hin und wieder arbeite hatte etwa ein Monat zuvor per Email nach Leuten gesucht und ich hab natuerlich (wie auf viele andere Jobs zuvor) geantwortet und mir nicht viel dabei gedacht. Gerade Festivals sind sehr gefragt in der Promowelt. Aber schon ein paar Tage spaeter hatte ich die Bestaetigung, dass ich dabei bin, wenn ich Donnerstag bis Montag zur Verfuegung stehen kann. Uff. Und das zwei Wochen hintereinander. Mein Gym-boss war natuerlich dementsprechend begeistert. Wir sind gerade unterbesetzt und zwei Leute hatten sich das eine Wochenende schon freigenommen. Da war nur ich uebrig (wie ueblich). Mir betteln und schieben und 'Junge, stell halt mehr Leute ein, ich brauch das Geld' hat er mich dann unseren Saubermann Willie fuer meine Schicht einsetzen lassen. So richtig hat's Boss nicht gepasst, aber mittlerweile sind wir drueberweg. ;)

Indio, wo das Ding stattfindet, ist ca 2.5 Stunden von LA entfernt und da meine erste Schicht erst um 7 Uhr abends anfangen sollte, liess ich mir natuerlich alle Zeit der Welt und hab mich sogar am Morgen noch zum Brunch mit ein paar Maedels getroffen. Gegen 2 verliess ich mein Haus um noch etwas extra Zeit fuer eventuelle Stops zu haben. Ha. Denkste. Der Verkehr in LA kann mich mal. Eine Stunde spaeter und ich hab ganze 10 Meilen hinter mich gebracht. Zwei Stunden spater hatte ich endlich LA County hinter mir und hoffte auf Besserung in den Suburbs. Wer haette gedacht, dass Chino und Riverside ueberhaupt so viele Autos haben. Ich haette natuerlich wissen sollten, mindestens 8 Stunden vorher loszufahren.... Gut, mit ach und krach war ich Punkt 6 in Indio, musste aber noch meine Armbaender und Park-erlaubnis holen und dann, ja, parken und meinen Stand finden. Gluecklicherweise traf mich meine Kollegin fuers Wochenende am Abholpunkt, weil sie scheinbar Hoffnung hatte, dass wir's zusammen puenktlich zum Festival schaffen. Wir fuhren um die Ecke um ihr Auto dort fuer die Nacht abzustellen und machten uns auf den Weg. Leider wusste an den Parkplaetzen keiner, welche Nummer ihnen zugewiesen wurde und wir waren mit unserem 12b Parkausweis voellig verloren. Als wir dann unseren eigentlichen Zugang gefunden haben, wurden wir kalt abgewiesen. Alle verplant und daemlich. Keila (Kollegin) ist nach der dritten Runde ums Gelaende aus dem Auto gesprungen und hat's per Fuss versucht, waehrend ich weiter mit den Parkplatzmenschen diskutiert habe. Als ich dann endlich jemanden gefunden hatte, der mir bestaetigen konnte, dass ich in der Tat am richtigen Parkplatztor war, teilte er mir mit, dass sie natuerlich genau diesen Parkplatz grad zugemacht haben, aus technischen Gruenden. Es war mittlerweile um 8 und dunkel und ich war offiziell zu spaet. Irgendwann hab ich's dann doch irgendwie reingeschafft. 8.30 war ich angekommen und keiner war mir boese. Puh.

Der Job selber war super einfach und eher langweilig, aber das Team war super und wir haben uns immer gut die Zeit vertrieben. Wir waren in einem Zelt von Heineken und sollten lediglich das Bier der Camper in einem Kuehlhaus lagern. Und dafuer, dass auch Fahrtkosten und Hotel fuer uns uebernommen wurden, zusaetzlich zu unserem netten Stundenlohn, war es echt ein super Ding.

Am ersten Wochenende haben Keila und ich die Nachtschicht gearbeiten, heisst, 7 Uhr abends bis 2 Uhr nachts. Tagsueber haben wir dann meist gemuetlich ausgeschlafen oder uns an den Pool gelegt, oder nach was Essbarem gesucht. Oder wir sind ins Festival gegangen und haben uns mit Konzerten die Zeit vertrieben. Da es abends immer seeeehr kalt wurde (Von 100 auf 60 runter ...(40C-15C?)), und es der Wuestenstaub-Wind sehr ernst meinte, wurde ich natuerlich puenktlich zum zweiten Wochenende krank. (Coachella-Flu - wenn deine Lungen so mit Staub gefuellt sind, dass du ne allergische Reaktion in Form der Grippe hast) Ich wusste davon leider erst, als es schon zu spaet war.

Am zweiten Wochenende hab ich mich dann also mit Medikamenten vollgepumpt und in Taschentuechern zugedeckt und hatte trotzdem gut Spass. Diesmal hab ich sie Tagesschicht gearbeitet, von 12 Uhr mittags bis 7 Uhr Abends und konnte somit die guten Konzerte abends einpacken.

2016 Coachella Poster







Sonntag, 13. März 2016

Personal Trainer Certification

Um 7 Uhr morgens klingelte mein Wecker und ich war natuerlich schon auf den Beinen. Wobei sich die Vorfreude auf das anstehende Wochenende in Grenzen hielt. Vermutlich, weil ich nicht wusste, was genau auf mich zukommt und ob ich ueberhaupt vorbereitet war. Hab ich genug gelernt? Weiss ich, was und wo der Latissimus dorsi ist? Das ganze Material an sich ist wie eine neue Sprache. Da half mir weder Deutsch noch Englisch, noch sonst eine Sprache. Woerter wie concentric oder isometric verwende ich im Alltag doch etwas seltener und nur Buecher lesen bringt mich nicht weit. Aber dazu sollte dieser Wochenendkurs beitragen. Zwei 8-Stunden Kurse, gefolgt von zwei zwei-stuendigen Examen, die mir alles etwas klarer ins Koepfchen stopfen muessen.

So der Plan.

Samstag, Tag 1


Ich fuhr extra zeitig los, in meinem ueblichen Sport-outfit, bepackt mit einem gruenen Smoothie, den ich auf der Fahrt schon verdrueckte. Ueberraschenderweise war kaum was los auf den Strassen und ich war 20 Minuten zu frueh in Norwalk, wo der Kurs im LA Fitness stattffand. Also ab zu Starbucks, Monstergroesse Gruenen Tee, bitte.

Im Klassenraum waren dann schon alle versammelt. Eine gut gemischte Gruppe aus Maennleins und Weibleins, angehende und auffrischende Trainer. Man muss seine Zertifizierung alle 2 oder 3 Jahre auffrischen, um sie auf dem neusten Stand zu halten.

Das Material des Tages war gluecklicherweise alles sehr bekannt und auch der praktische Teil war leicht bewaeltigt, auch wenn man sich etwas daemlich vorkam. Der erste Test des Wochenendes lief auch relativ fluessig und ich fuhr mit einem guten Gefuehl nach Hause. War doch gar nicht so schwer. Teil 1 geschafft.


Sonntag, Tag 2

Da der vorige Morgen so gut lief, hab ich das selbe Ritual beibehalten und sass puenktlich, mit monster-grossem gruenen Tee im Klassenraum. Dieser sah diesmal allerdings erschreckend leer aus. Es waren nichtmal 10 Leute uebrig, von denen ich natuerlich auch noch die einzige Frau war. Die anderen hatten scheinbar keine Lust auf Teil 2, oder brauchten es fuer ihre Auffrischung nicht.

Mir solls recht sein. Leider zog sich der Tag unendlich hin. Wir lernten alles ueber besondere Populationen, die wir dann frueher oder spaeter eventuell mal trainieren. Von Kindern, bis aeltere Generationen. Osteoporosis bis Diabetes und Arthritis und und und. Spannend ist anders. Und dazu noch Woerter und Abkuerzungen, die wie Krankheiten aussahen (hmmm duh).

Der Test war dann dementsprechend nicht so locker flockig getan. Es hat mich zu Schulzeiten zurueckversetzt, wo ich am liebsten heulend aus dem Raum rennen wollte. Ich wusste vieles, aber manche Sachen schienen mir komplett unbekannt. Stand das im Buch? Noch nie von gehoert, was soll der Mist, mannnnnnnnnnooooooo. Blieb nur noch raten. Wenn du's nicht weisst, nimm C. Oder wars D? Warum hab ich jetzt sieben B's nacheinander? Das kann nicht stimmen. Oder doch? Vielleicht solls mich verwirren? Oh gott, ich will nach Hause. Ich hab Hunger. Ich sollt mir spaeter Pizza und Schoki holen. Hab's mir verdient. Pfffff, Spinner, geh ins Gym. Oh warte, acht B's? Hae?

Bis zur letzten Minute sass ich da und hab's dann aufgegeben, ohne nochmal drueber zu schauen. Kreuze gesetzt wo's Sinn machte und auf's Beste gehofft.

Jeder Tag bzw jeder Test ist fuer ein alleinstehendes Zertifikat. Tag 1 war 'Personal Fitness Trainer'-Test, also quasi alles rund um den allgemeinen Job und alles was man dazu halt wissen muss. Anatomie, Bio-Chemie, Kinesiologie, usw. Und Teil 2 war eben 'Special Populations Training' oder so. Wenn man beide besteht, bekommt man ein zusammenfassendes Zertifikat und darf sich Master Trainer nennen. Wenn man nur eins besteht, dann eben nur das eine.

Ich war mir ziemlich sicher, dass ich Teil 2 komplett verkackt hatte.

Ich fuhr also heim und nun hiess es warten. Da es nicht meine erste Zertifizierung mit der Organisation (AAAI ISMA) ist, wusste ich bereits, dass ich weder Anruf noch Email bekomme. Lediglich mein Zertifikat, falls ich bestehe. Ich haette natuerlich nach einer Woche oder so anrufen koennen, aber da ich eh noch nicht wusste, was und wie und ob ich ueberhaupt was damit anfange, war ich in keiner grossen Eile.

Nach schon nichtmal zwei Wochen kam die Post und ich bin nun offiziell zertifiziert. Beide Tests bestanden. Yay!






Sonntag, 6. März 2016

Samstag Nacht & Superbowl

Der Grill Spass hielt leider nicht allzu lange an, da Linda leider wieder zurueck musste, um zu babysitten. Ich war leider, gezwungenermassen, nicht sonderlich flexibel und musste demnach mit. Alles kein Problem, denn so ein kleines Nickerchen schadet einer angeschwippsten Jule nie. Es war in der Tat eines der besten Schlaefchen seit langem. Zwei Stunden spaeter war Linda fertig und hat sich dazu gelegt. Nochmal ne Stunde schnarchen. Dann wurde es aber dringends Zeit fuer uns und unser Abendritual. Weinflasche oeffnen, duschen, schminken, Haare glaetten, vorm Spiegel tanzen und Plaene schmieden bis der Uber-taxifahrer kommt.

Und dann auf zu den alten Stammtischen. So mehr oder weniger. Es waren die selben, alten Bars, gefuellt mit unbekannten Gesichtern. Lediglich die Tuersteher waren teilweise noch die selben. Ob das nun gut oder schlecht war... hm. Wir waren erwachsener und man hat's gemerkt. Die alten Anmach-geschichten (oh ja, Stanford und IT und ich habs voll drauf) wurden ausgelacht und auch andere jegliche Versuche uns zu beeindrucken (ja, alter ich bin voll body builder und ich lebe im Gym und fass bitte mal meinen Bizeps an und hfdghdurghd), schienen verloren. Aber das waren die ersten 30 Minuten unserer Orientationsphase. Es dauerte nicht lange, bis wir uns wieder in unserer altbekannten Stimmunglage gefunden haben. Wir waren schliesslich nie hier um angemacht oder ueberhaupt von dem anderen Geschlecht gemustert zu werden. Wir waren hier fuer uns. Schluss, aus, Ende, ab ging die Sau. Wir haben tatsaechlich bis Barschluss getanzt und hach, tat das mal wieder gut.

Danach noch schnell bei Subway einen Snack geholt und dann war's auch schonwieder Zeit fuer Bettchen.

Am naechsten Tag war's dann Superbowl-Tag. Warum sie's nicht offiziell zum Feiertag erklaeren ist mir unklar. Es wird mit Sicherheit feierlicher behandelt als Ostern. Wir quaelten uns aus dem Bett... gut, ich weniger, ich steh Punkt 7.30 auf der Matte.  Und nach ner kurzen Dusche und Zusammenpackerei machten wir uns wieder auf den Weg nach San Francisco, diesmal per Zug, bepackt mit Mimosas, zurueck zum Kumpels Apartment, wo wir uns diesmal alle, samt Kumpels, fuer den Superbowl versammelten.

Leider, leider, leider stand puenktlich zum Anpfiff mein Fahrer vor der Tuer, der mich zum Flughafen brachte. Hach, war ich wieder traurig. Oder vielleicht auch nur wieder angeschwippst. Ich trink ja nun kaum noch was und vertrag soviel wie ne Eintagsfliege. Und dann noch im Auto eingeschlafen. Ich war fertig mit der Welt nach diesem Wochenende.

Der Flughafen war so leer wie noch nie und der Flug langweilig und *gaehn*. Freund Nase hat mich wie gewohnt verspaetet vom Flughafen abgeholt, weil er natuerlich noch in ner Bar sitzen musste, bis der Superbowl vorbei war. Junge, Junge.




Montag, 29. Februar 2016

Fundgrube

Ich hab was fuer euch. Und fuer mich. Fuer alle.

Wer schon etwas laenger dabei ist, weiss ja, dass dieser Blog zu meinem zweiten Mal als Au Pair entstanden ist und ich davor schon zwei Blogs hatte. Einem zu meinem ersten Mal als Au Pair in den Staaten und dann einen zu meinem Work & Travel Jahr in Kanada. Schlau wie ich bin, mussten natuerlich getrennte Blogs dafuer erstellt werden, um alles so kompliziert wie moeglich zu machen. Nuuuuun hab ich aber herausgefunden, dass ich die ganzen alten Posts der anderen Blogs einfach samt Datum importieren kann.


Wem jetzt also langweilig wird, der darf da drueben -> in meiner Zeitleiste -> stoebern und bis 2008 zurueck gehen und um die 'neue' alte 300 Posts lesen.

Ich hab sie erstmal importiert und werd jetzt schauen, was aus alten Bildern etc geworden ist.

Hier ein paar Goldstuecke aus der Fundgrube:

Mein allererstes Interview mit der Organisation

Der erste Familienvorschlag

Orientation (beim letzten Satz musst ich grad so lachen... ich olles Dorfkind)

Erstes Rematch

Dritte Familie

Drittes Rematch, vierte Familie

Alltag in Toronto, Kanada

Zurueck in Deutschland (Lebensweisheiten ohne Ende)


Vergebt mir fuer Posts, die in diesem neuen Zusammenhang keinen Sinn machen oder lediglich aus unbrauchbaren Bildern bestehen. Ich raeums demnaechst auf.