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Sonntag, 2. April 2017

Coachella 2017 - ich bin wieder dabei!

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Weil's letztes Jahr so super war, hab ich mich auch dieses Jahr wieder fürs Festival beworben und dachte es wär mit meiner üblichen Email getan. Nee du, so einfach machen wir dir's diesmal nicht, liebe Jule. Meine Agentur bestand auf neue, professionelle Bilder, die ich natürlich nicht grad so rumliegen hatte. Ich hab alles halbwegs professionell aussehende herausgebuddelt, was ich so in meinen Bildern finden konnte, aber nichts war gut genug. Also hab ich kurzerhand Syd, meine Mitarbeiterin und Teil-zeit Model, engagiert um mir ein paar simple Schnappschüsse in simplen Klamotten, vor simplen Hintergründen zu machen. Das war am Ende sogar recht flott erledigt. Wer hätte gedacht, dass meine Nachbarschaft so schöne Wände hat. Dann hab ich die Ergebnisse noch etwas bearbeitet, um sie noch etwas 'professioneller' aussehen zu lassen und dann schickte ich die Email auch schon ab. Ein paar Minuten später kam die Antwort: "Super, danke!"

Und dann hieß es Warten. Die Agentur schickt die Bilder an den Kunden (in diesem Fall Heineken) und der entscheidet dann, wer mitmachen darf und wer nicht. Die Tage vergingen... und dann eines Abends, als ich mal nicht einschlafen konnte und mit meinem Handy gespielt hab, kam eine Email. 


Ich hab wortwörtlich gequiekt (?) als ich das gelesen hab und somit war meine Nacht leider vorrueber. In den letzten Wochen kamen dann immer wieder neue Emails. Was für Groessen trage ich, was sind meine Maße, usw. Da erinnerte ich mich wieder daran, dass ich letzte Jahr die 'Grösste' war. Von den anderen Mädels war keine grösser als 1,65m, wenn überhaupt. Und die passten natürlich alle in die XS und S rein, wohingegen ich die für eine M eintauschen musste. Ich LIEBE meinen Körper, aber ich HASSE was diese Industrie verkörpert

Also ich meine Maße in die Liste eingetragen hab, sah ich nur wie sie alle schon ihre XS und 62cm Taille reingeschrieben haben. Ich, ganz stolz, in fett: M. 68cm. Sagen wird niemand was, aber ich hoffe, dass sie dieses Jahr auch wirklich meine Groesse bestellen und ich nicht wieder in den Laden muss um 'ne S in 'ne M zu tauschen. 


Montag, 27. März 2017

Das gute alte Arbeitsleben

Ich hab letztens seit langem mal wieder einen Abend mit Au Pairs und anderen internationalen Leuten verbracht. Das letzte Mal war bestimmt schon gut ein Jahr her. Reingepasst hab ich da nicht so wirklich, aber es war mal wieder schoen zu sehen, wo man angefangen hat. Und was man damals so interessant fand. Zum Beispiel waren alle mega fasziniert mit meinem Arbeitsalltag. Und ueberhaupt ist's ja SO COOL 'nen 'richtigen' Job zu haben. Was man so alles fuer selbstverstaendlich nimmt...

Und demzufolge habe ich es auf mich genommen und mir fuer ein paar Tage letzte Woche alles aufgeschrieben, was ich so gemacht habe. Ob das nun fuer die Masse meiner Leser interessant ist, wird sich zeigen, aber immerhin mal wieder was zu lesen, wa?

Fangen wir letzte Woche Donnerstag an. Ich hatte die Tage zuvor Kumpel zu Besuch und bin dementsprechend spaet ins Bett gegangen (10 ist spaet fuer mich, ok). Also bin ich erst so gegen 7 aufgewacht und bin direkt zum Fittie marschiert. Beine waren an der Reihe und ich hatte ein hammer-gutes Workout. Schwer und viel und hach, tat das gut, nach drei Tagen nichts tun. Danach hab ich schnell geduscht und mein Essen fuer den Tag gekocht und zusammengepackt und dann ging's auch schon zur Arbeit. Dort war nicht allzuviel los und ich hab mich hauptsaechlich mit Emails und Systemchaos beschaeftigt. Sachen die man so vor sich herschiebt, bis man wirklich nichts besseres mehr zu tun hat. Zwischendurch hab ich mir ein lecker Sandwich vom Cafe nebenan gegoennt und dann war's auch schon vorbei. Oder auch nicht. Wir hatten fuer den naechsten Tag eine Art 'Tag der offenen Tuer' geplant. Mit Sponsoren und neuen Produktpraesentationen zum Ausprobieren. Zudem hatten wir noch ein paar mit Logo bedruckte Sachen im Lager, die wir zu dem Anlass noch fuer billig verkaufen wollten. Leider lagen die nun schon ein Weilchen im Lager und es war an uns, die gutsten von Falten und Staub zu befreien. Natuerlich nach meiner regulaeren Schicht, sonst waer's ja zu einfach. Also hab ich mit mit Syd, meiner Mitarbeiterin, getroffen um unseren Angriffsplan zu besprechen. Als erstes: Wein. Zweites: Abendbrot. Und dann und auch wirklich erst dann kann man irgendeine Art Produktivitaet von uns erwarten.

Also auf zum Laden, Wein holen. Und Essen von Chipotle. Man goennt sich ja sonst nichts. Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt, was denn aus dem Essen wurde, welches ich mir am Morgen vorbereitet hatte. Nicht wurde draus. Nichts. Ich hab's dann am naechsten Tag gegessen, was noch essbar war, aber erwaehnenswert war's eigentlich nicht.

Nach dem ganzen Aufwand waren wir fast schon zu muede noch irgendwas zu machen, aber wir waren am Ende doch sehr produktiv und haben so einiges gemeistert. Gegen 9 habe ich mich verabschiedet und bin mal wieder viel zu spaet im Bett gewesen. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich fuer gewoehnlich um 5 aufstehe... wie es nun auch an diesem wunderschoenen Freitag der Fall sein sollte. Ich hatte die Fruehschicht und musste das Gym aufschliessen. Muede hat schon lange keine Bedeutung mehr und mein Boss weiss, dass er mich sofort auf einen Kaffee-hol-gang zu schicken hat, sobald er reinmarschiert. Gesagt, getan. Und waehrend ich so meine Bestellung aufgab, flatterten per SMS immer mehr Bestellungen von meinen Co-Trainers herein. Gluecklicherweise bin ich natuerlich immer mit Boss' Kreditkarte bewaffnet.

Der Tag zog sich unendlich. Um 10 war's endlich Zeit fuer unser Event und alles lief am Schnuerchen. Ein voller Erfolg. Und ich habe meine neue Sucht entdeckt. Eggplant Jerky. Quasi wie Beef Jerky, nur vegan und fuenfmal so lecker. Powerplant heissts glaub ich, wer mal schauen will.


ICh muss schnell auf Arbeit, aber Fragen, Wuensche, und Sorgen sind immer willkommen! :)

Montag, 6. März 2017

Meine Familie war hier!

Es war ein sonniger Valentinstag und ich musste morgens erstmal babysitten und bin direkt im Anschluss ins Gym gegangen um mich etwas auszupauern. Danach wurde schnell geduscht und Arbeitstasche gepackt und dann machte ich mich auch schon auf den Weg zum Flughafen. Dort war ich, trotz konstanter Flugverfolgung, trotzdem zu spaet dran, weil der Flieger natuerlich spontan mal eher als geplant gelandet ist. Aber alles halb so wild. Ich kam kaum aus dem Parkhaus rausgehuepft, da sah ich auch schon meine Mama winken. Jaaa Mama, ich seh dich. Drei Umarmungen und Begruessungen spaeter wurde auch schon die Geraeumigkeit meines Autos angezweifelt. Ja, das passt da alles rein. Hat's auch. Lockerrrrrrr.

Als naechstes mussten wir dann den Mietwagen holen. Das ging alles recht fluessig, bis es dann an die Auto-Auswahl ging. Die Reiseveranstalter, durch die meine Eltern das gebucht haben, buchten naemlich einen Mini-Van statt SUV, wie gewuenscht. Das war natuerlich zu gross und nicht huebsch genug. Also bin ich wieder zum Schalter marschiert und habe so lange diskutiert bis mir der liebe Herr einen SUV ohne Aufpreis geben konnte. War doch gar nicht zu schwer. Nun war die SUV Auswahl aber wieder nicht gross genug......... Nach gut einer halben Stunde haben wir uns dann aber doch entscheiden koennen und es wurde ein schoener, (grosser) Ford. Geht doch.

Dann hab ich mit meinen Brudi geschnappt und wir sind nach Venice gefahren, wo wir uns wieder mit den Ellis getroffen haben. Schoen rumgelaufen und geguckt, bis wir war schoenes zu Essen gefunden hatten. Ich hatte einen leckeren Wrap und die anderen haben sich mit Burgern und Enchiladas vergnuegt. Wir sind noch fuer eine Weile ans Meer gegangen, wo Mama sich die Fuesse nassmachen wollte. Natuerlich war am Ende auch die Hose nass, wie das so bei Mamas ist. (Es gab ne Zeit, wo Mama gemeckert hat, wenn ich mir nur die Fuesse nassmachen wollte und mit nasser Hose zurueckkam. Das haste davon, Mamalein ;) )

Leider musste ich dann schon bald wieder auf Arbeit und hab mich wieder veabschiedet und die Guten auf Reise geschickt. Von hier sollten sie die weite Welt Kaliforniens erkunden und allerlei Weltwunder entdecken.



Donnerstag, 5. Januar 2017

Atlanta 2016: Tag 5

Ich musste leider die ganze Nacht wieder staendig ins Bad rennen und sass dann auch bei Rozanne ein Weilchen fest. Und dann hatte ich die Nase voll. Letzter Tag in Atlanta und jetzt reissen wir uns mal zusammen. Trotz meinem dauerhaften Blasenentzuendungsschmerz hab ich mich ins Auto gesetzt, bin schnell zu Kumpel gefahren und hab meine Krankenversicherungskarte geholt und bin dann in die naechste Notaufnahme. Dort eine Stunde spaeter hatte ich 3 verschiedene Rezepte, ne Spritze im Po und ne Mahnung vom Arzt, dass Fieber und Blasenentzuendung immer sofort zum Arzt fuehren sollten. Die Apotheke hatte sich dann extra viel Zeig gelassen mit meinen Rezepten, aber ich merkte, langsam aber sicher, wie die Schmerzen nachliessen. Die Spritze war alles was ich brauchte. Auf einmal gings mir so viel besser und nun aergerte ich mich, dass ich nicht schon am Freitag zum Arzt gegangen bin.

Zurueck beim Kumpel im Haus, ich hatte endlich gute Laune, und er musste auf Arbeit. Also hab ich direkt die Maedels angerufen und kurz spaeter wurd ich von Roz abgeholt und wir sind zu Tatjana gefahren. Dort wurde deutsch Schoki vernascht und dann meinte Tatjana, dass hier doch ein Weihnachtsmarkt um die Ecke waere. Auf gings, und die Eislaufbahn war schnell gefunden... Weihnachtsbaum, Weihnachtsmusik.... aber wo ist der Weihnachtsmarkt? Erst dann teilte Tatjana uns mit, dass sie nur gehoert hat, dass hier einer sein koennte. Hach waeren wir doch zu dem gefahren, der wirklich stattfindet, in Midtown. Aber dafuer war's dann zu spaet und wir hatten schliesslich Dinner-Plaene. Also ging's stattdessen zum Einkaufen und dann wieder zu Tatjana, wo wir es uns schnell gemuetlich machten. T bestand darauf alles selber vorzubereiten und uns zu bekochen und so beschlagnamten Roz und ich den Wein. Bester Maedelsabend. Am Ende haben wir noch ein Film geschaut und dann hab ich mich noch mit Kumpel getroffen damit auch er noch was von gute-Laune-mir hatte.

Dann ging's viel zu spaet ins Bett und viel zu frueh wieder raus und ich steckte wieder im Flieger ins sonnige LA, wo 30 Grad und Sonnenschein, wenige Tage vor Weihnachten auf mich warteten.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Atlanta 2016 - Tag 2/3/4

Der Tag startete seeeehr langsam und so wirklich was haben wir nicht gemacht. Ich hab aufgeregt Tatjanas Flug beobachtet der am Nachmittag ankommen sollte. Als es dann aber endlich Nachmittag war, ging's mir auf einmal gar nicht gut. Ich war den ganzen Tag muede, aber hatte mir nicht viel dabei gedacht. Haette ich mal gedacht und vorgebeugt. Hier kam die dickste Blasenenzuendung meines Lebens.

Keine der ueblichen Massnahmen hat auch nur im geringsten geholfen. Ich hab ohne Ende Wasser getrunken, bis mir wortwoertlich davon uebel wurde (dann war's das auch mit dem Wasser). Wir sind zur Apotheke gefahren und haben mir Cranberrypillen und Schmerzmittel geholt. Die haben's aber nur schlimmer gemacht, warum auch immer. Mein Abend war im Arsch und so verbrachte ich meine Freitagnacht im Badezimmer. 

Samstag war nicht viel besser. Ich sass schon morgens aufm Klo fest und Kumpel zog nochmal los in die Apotheke um mir den Rest der Abteilung zu kaufen. Und trotzdem wurde der Tag nicht besser und ich war sooooo sauer, dass mir das ausgerechnet jetzt passieren musste. War ja wieder klar. Ich warte auf den Urlaub, auf dem ich nicht krank werde. Und jetzt war mir auch noch schwindelig, wenn ich nur versucht habe aufzustehen. An Essen war gar nicht zu denken. Ich hab mir hin und wieder ne Banane reingezwungen, die dann aber direkt wieder rauskam, den einen, oder den anderen Weg. 

Gluecklicherweise fing der naechste Morgen, es war nun schon Sonntag, vielversprechend an. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen und ich konnte rumlaufen, ohne das Gefuehl, dass meine Beine gleich nachgeben. Also wurde das sofort ausgenutzt und ich habe Plaene mit den Maedels gemacht. Ja, klar, ich haette mich wahrscheinlich ans Bett fesseln und meinen Koerper schonen sollen, damit es nicht wieder schlimmer wird, aber meine Zeit war begrenzt und ich war voller Hoffnung, dass es jetzt nur noch bergauf gehen konnte. 

Ging's auch erstmal. Ich hab Tatjana abgeholt und wir sind zu Rozanne gefahren, wo Mimosas auf uns warteten. Karaoke stand auf dem Program und waehrend ich einfach nur froh war, aus dem Haus zu sein und mal was machen zu koennen, hatte Tatjana viel zu viel Spass bei ihrer Solo-Show. Rozanne fands auch unterhaltsam, war aber etwas bescheidener mit ihrer Performance. Ein kleines Weilchen spaeter waren wir, beziehungsweise unsere Stimmen, fertig mit der Welt und wir begaben uns in den Keller wo Netflix und Snacks auf uns warteten. Pretty Woman und Gilmore Girls liefen und auch wenn Tatjana schon etwas frueher als geplant abgeholt wurde, haben Rozanne und ich uns es nicht nehmen lassen, den Marathon-abend weiterzufuehren. Bis wir dann gegen Mitternacht hungrig wurden. Und da mussten wir natuerlich zum Wafflehouse. Und es war soooo perfekt. Hach, wie ich's vermisse, meine alten Alltag in Atlanta.

Ich bin dann natuerlich bei Roz aufm Sofa eingeschlafen...



Dienstag, 27. Dezember 2016

Atlanta 2016 - Tag 1

Donnerstag:

Ich bin wie ueblich um 5 Uhr aufgestanden, fuer Dusche und Kaffee und musste dann erstmal auf Arbeit, bis 11. Direkt im Anschluss bin ich schnell heimgeduest und habe fertig gepackt, mich umgezogen und hab dann ein Uber gerufen. Punkt 12 war ich aus dem Haus und eigentlich ist der Flughafen nur 20 Minuten von mir weg. Eigentlich. LA hat sich von seiner schoensten Seite gezeigt und es hat uns doppelt so lang gebraucht. Mein Flieger sollte 13.15 gehen... Am Flughafen angekommen, sah ich nur die Security Schlange, die bis draussen stand. Dat war wohl nichts. Ich war aber noch immer voller Hoffnung, hab schnell mein Koffer weggebracht und wollte mich dann in die Schlange stellen. Ich teilte einer der Security Damen mit, das mein Flug in einer halben Stunde geht und sie meinte, ich solle doch zum Help-Desk gehen. Ich denk mir natuerlich, oh, vielleicht gibt's ja irgendwo eine Schlange fuer Spaetankoemmlinge, ich naives Ding.
Ich stand gut 10 Minuten in der Help Desk Schlange und dann wusste dort keiner, warum man mich dort hingeschickt hatte. Das Einzige, was mir jetzt noch uebrig blieb, war der Southwest Desk, um meinen Flug zu aendern. Schoener Mist. Dort stand ich wieder 20 Minuten und nun war meine Laune am Tiefpunkt angekommen. Gluecklicherweise war die Dame am Schalter nett und es war platz im naechsten Flieger, der in einer Stunde abheben sollte. Scheinbar war mein Koffer eh schon auf dem spaeteren Flieger.

Gut. Nun war die Security Schlange natuerlich auf einmal nur noch halb so lang und ich war innerhalb 10 Minuten durch. Und da sah ich mein ehemaliger Gate. Es war 13.30 und die hatten noch nichtmal den Flieger betreten. Der Flughafen allgemein war eine Riesenkatastrophe. Zwei bis drei Fluege pro Gate und alles verspaetet und verwirrt. Ich hab nochmal mein Glueck versucht und gefragt, ob's Sinn machen wuerde, auf diesem Flug mitzukommen. Aber scheinbar sollten die noch ein Weilchen laenger da sitzen, sodass es keinen Unterschied machen wuerde. Ich ging also zu meinem neuen Gate, wo natuerlich auch Chaos war. Mit einer Stunde Verspaetung hoben wir endlich ab und fuer die naechsten 3,5 Stunden sass ich in einem Mittelsitz fest, mein Handy war fast leer und ich hatte schlauerweise diesmal kein Kindle dabei. Mir war soooo langweilig, dass ich sogar das Airline-Magazin gelesen hab. Aber auch der laengste Flug geht vorbei.
In Atlanta angekommen, ging alles recht schnell. Der Flughafen-Zug hat mich zum Gepack gebracht und da war auch mein Koefferchen schon. Nur der Abholer war zu spaet dran und mein Handy tot. Und mann, war das kalt. Aber gut kalt. Es fuehlte sich gut an.

Als haette Mann es geahnt, dass ich nen lange Tag hatte, wurde ich mit Mimosas abgeholt. Ja, auf meine Ankunft muss angestossen werden. Leider war's sehr schlecht in einer Sportflasche untergebracht, die Kohlensaure nicht so cool fand und ich hatte die Oeffnung kaum beruehrt, da war der gesamte Jaguar mit Orangensaft und Sekt besprueht. Oopsie. Ganz so lustig fand's Kumpel nicht, war sich aber seiner Schuld bewusst.

Den Rest des Abends haben wir sehr gemuetlich auf der Couch verbracht und in den guten, alten Zeiten gebadet.

Samstag, 5. November 2016

Babysit-Marathon

Vor einigen Monaten hatte mich eine meiner Babysitter-Familien gefragt, ob ich denn auch über Nacht babysitten würde, eventuell sogar ein paar Tage am Stück. Dazu sag ich natürlich nicht nein, vorallem nicht, wenn's mir meine Miete zahlt.

Letzte Woche war's dann auch schon soweit, und ich wurde zur Ersatz-mama von Donnerstag bis Sonntag. Donnerstag morgen musste ich natürlich erstmal im Gym arbeiten, da trotz zweimonatiger Verwarnung, keiner Bock hatte, meine Schichten in dieser Zeit zu übernehmen. Hach, ich muss dringends mal ein Mecker-post über mein Team schreiben. Jedenfalls bin ich dann direkt von Gym zum Haus der Familie gefahren, hab mir nen Kaffee gemacht und die Kindersitze ins Auto geladen und bin dann zur Schule gefahren um die Kids zu holen. Es lief alles wie am Schnürchen.

Alle meine Babysitter-Kids finden mein Auto fraglich. Es ist zu klein, zu alt, und warum hab ich keinen Touchscreen? Warum bewegen sich meine Sitze nicht automatisch? Das Leder ist komisch (ich hab kein Leder). Und so weiter. Es ist wunderbar den Sprösslingen zu erklären, wie das Leben fuer einen Normal-Sterblichen abläuft. "My mom could buy you a better car." ...

Nach der Schule wurden Hausaufgaben gemacht und dann gabs auch schon extra zeitig Abendbrot. Gefolgt von Bett-fertigmach Routine. Zwischendrin haben wir auch noch was gespielt, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, was das war.

Ich bin kurz nach den Kids eingeschlafen und die waren trotzdem eher wach als ich. Ich hab mich natürlich tot-gestellt, als sie ins Schlafzimmer kamen, bis es tatsächlich Zeit zum aufstehen war. Dann gabs Frühstück, Zahne wurden geputzt und dann ging's auch schon wieder in die Schule. Ich bin währenddessen ins Gym gegangen und war noch einkaufen und dann schnell heim um die Hasen zu füttern.

Gegen Mittag war's auch schon wieder Zeit zum Abholen und wir haben uns direkt im Anschluss mit Sushi belohnt. Fur mich gab's ne Gemüse-Rolle, da ich alles aus dem Meer nicht riechen kann. Dann wurde ich angebettelt und angefleht, ob wir denn bitte, bitte, bitte zu den Hasen gehen können. Hach, war die Freude gross, als ich Bestätigung von Mama bekam, dass wir das sehr wohl machen können. Und wie die sich auf einmal benehmen konnten, herrlich.

Die Hasen waren die Attraktion des Jahres und ich hab nebenher ein bisschen aufgeräumt. Leider wurden die Hasen dann müde und wollten nur noch rumliegen, also mussten wir uns wieder verabschieden. Zurück im Haus haben wir dann im Garten gespielt und die Einfahrt eingekreidet, wie sich das gehört. Wie üblich zum Freitag Abend wurde auch Pizza bestellt und draussen gegessen, weil's so schoen war. Dann war's auch schon wieder Zeit fuer die Abend-Routine und kurz später fuers Bett. Ich war mal wieder zeitig dabei, und genoss das gemütlichste Bett der Welt in vollen Zuegen.

Samstag Morgen hab ich mir dann ganz viel Zeit gelassen beim Aufstehen. Die Kids waren so erzogen, dass sie leise in ihrem Zimmer spielen, bis Mama aufsteht. Find ich super.
Wir haben gemuetlich gefruehstueckt, gespielt und dann kam die Cousine vorbei und uebernahm den Nachmittag, damit ich zu meinem vier-stuendigen Pilates Kurz gehen kann.

Danach gab's Mac & Cheese und Charlie und die Schokoladenfabrik und dann war's auch schon wieder Zeit fuers Bett.

Am naechsten Morgen kamen die Eltern wieder und ich war fertig. The End.  :)






Freitag, 21. Oktober 2016

Toronto Trip

Es war mal wieder dringend Zeit fuer ein bisschen Pause. Und da ich immermal gerne von meiner Zeit in Toronto erzaehle, musste sich das Freund Nase natuerlich auch mal persoenlich anschauen. Also wurden Fleuge gebucht und Plaene geschmiedet. Freund Nase ist schon ein paar Tage eher geflogen, und ich blieb vorerst zurueck um meinen Pilates Kurs nicht zu verpassen. Aber das verging dann auch und ich sass im Flieger, Samstag Nacht um elf. Fuenf Stunden Flug und drei Stunden Zeitverschiebung spaeter war ich in Kanada. An der Grenzkontrolle hatte ich ne knallharte Nuss, die mich verhoert hat, als braeuchte sie dringend eine Befoerderung. Als ihr Computer dann aber abstuerzte wurde sie knallrot und auf einmal ganz freundlich und schon war ich zurueck im guten, alten Kanada.

Und nur 25 Minuten Zugfahrt spaeter war ich sogar zurueck in meiner alten Nachbarschaft, wo uns Freund Nase ein Airbnb gebucht hatte. Es war soooo komisch alles wieder zu sehen und ich war muede und ueberwaeltigt und muede und... machen wir erstmal ein Schlaefchen. Im Anschluss waren wir hungrig und deutsch wie ich bin, hatte ich natuerlich schon einen Doenerladen ausfindig gemacht. Dort mussten wir aber leider erstmal eeewig warten, da ein anderer Tisch unsere Bestellung gemopst hatte und dann war's noch nichtmal lecker. Wahrscheinlich sind wir von unsere Stamm-Doenerbude in LA verwoehnt, weils da einfach 'echter' schmeckt. Falls ihr jemals nach Toronto geht: Otto schmeckt nicht. Weiter gings... wir sind die ganze Zeit gelaufen und ich kannte meine Strassen noch recht gut, dafuer dass ich 4 Jahre nicht da war. Leider hatte auch Freund Nase das Laufen schon Tage vorher entdeckt und seine Fuesse wollten das nicht mehr. Also sind wir wieder zum Airbnb gelaufen, haben auf dem Weg noch ein paar Snacks gekauft und in Chinatown Souvenirs eingepackt. Dann ein bisschen Netflix und Fuesse ausruhen lassen. 

Die naechsten Tage sahen so, oder so aehnlich aus. Immer wieder was neues zu essen gesucht und Sachen angeschaut und rumgelaufen. Ich hab ihn auf den CN Tower geschleppt, damit er die Stadt auch mal von oben sehen kann. Dann noch ins Aquarium und ins Royal Museum, zum Dinosaurier anschauen. Wir sind durch meine Nachbarschaften gelaufen, mein Lieblings-Subway, mein Coffeeshop ect. Es war so komisch zurueck zu sein. Vorallem ohne Jeremy, mit dem ich damals die meiste Zeit verbracht hatte. Es war bedrueckend. Und gleichzeitig ein friedliches Gefuehl. 

Es hat sich viel veraendert, es wurde viel gebaut und die Hochhaeuser schossen aus dem Boden wie Unkraut. Aber es war immernoch die selbe Stadt im Herzen, mit dem selben Gefuehl.










Freitag, 23. September 2016

Mal wieder bei Honda

Dafuer, dass mein Auto bisher super zuverlaessig faehrt und noch nichts kaputt gegangen ist, sitz ich unverschaemt oft beim Autohaendler rum. Leider haben sie ja beim letzten Besuch nur meinen Fahrer-airbag ersetzen koennen und der Beifahrer-airbag waere wohl erst im Februar verfuegbar.

Nun habe ich aber seit Wochen Anrufe von Honda bekommen, die ich bis auf den letzten erfolgreich ignorieren konnte. Es ging darum, dass der Techniker vergessen hat, die Seriennummer vom neuen Airbag niederzuschreiben. Und jetzt sollte ich doch bitte so nett sein, und eine Stunde bei denen rumsitzen, damit der Dussel das nachholen kann. Hm. Nein danke. Aber dafuer konnte die nette Dame am Telefon ja nichts. Also erinnerte ich sie daran, dass ich ja eh 'bald' wiederkomme, um mir meinen Beifahrerairbag ersetzen zu lassen. Und da fiel ihr ploetzlich ein, dass 'mein' Airbag ja schon diesen Freitag geliefert wird. Ach, na sowas. Ich hab den fruehsten Termin genommen und betont, dass ich nur eine Stunde Zeit habe. 'Gar kein Problem, und wenn doch, dann gibt's nen Mietwagen.' Hm, nee, da muesst ich ja nochmal kommen und das Ding wieder abzugeben,  Stunde muss reichen. 'We'll do our best.'

Gut, und nun bin ich hier, frisch und munter (siehe letzter Post), um 7 Uhr an einem Freitag Morgen. Als ich reinfuhr, fragte ich unschuldig, wie lange das denn dauert. 'Drei bis vier Stunden' - Ja, nein. Latoya versprach mir eine Stunde. 'Das ist voellig unmoeglich..' - angepisster ich-fress-dich-gleich Blick meinerseits, er tipt nervoes in seinen Computer und fuehrt mich dann in den Wartebereich. Ich frag nochmal. 'Ja gut, das einbauen selbst dauert eine Stunde (ACH WAS), aber dann noch extra 15 Minuten, weil der Techniker ja das Auto auf den Heber und....' (blahblahablah) Wir haben und dann auf eine Stunde, 20 Minuten geeinigt und nun sitz ich hier mit nem Kaffee und Muesliriegeln. Ich hab ausserdem vergessen meinen Laptop-Akku zu laden, aber scheinbar kann er noch 2 Stunden (ich hab ihn seit 3 Tagen nicht geladen??). Gutes Ding.

Ich berichte, falls ich hier laenger als geplant sitze... Bis gleich. ;)


Uuuh, ich habe meinen kleinen schwarzen Flitzer jetzt schon seit einem Jahr. Zum Geburtstag gab's ne Autowaesche. :) Abbezahlt ist er leider noch nicht, aber das ist Ziel fuer naechstes Jahr.

EDIT: Es ist 7.58 Uhr und mein Auto ist fertig. :)