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Donnerstag, 20. September 2018

Die letzten Wochen LA... (Der Post den ich nie fertig schreiben werde.)

***** Damals... in LA: *****

Drei Jahre LA. Ich habe tolle Jobs, gute Freunde und mach genug Geld um mir LA leisten zu können. Ich weiß es mittlerweile sehr zu schätzen, hier leben zu können, mit Sonnenschein pur, unter Palmen. Ich arbeite mitten in Beverly Hills, arbeite mit Milliardären und Schauspielern und duze den Boss von Playboy.

Was will ich mehr? 

Gute Frage, nächste Frage. Ich kann mir LA immer noch nichts anfangen. Es ist eng, unfreundlich und protzig. Der Verkehr stinkt, die Mietpreise sind krank und die Menschen haben alle einen an der Waffel. Auf Bildern sieht man das alles natürlich nicht... da sieht man nur meine Markierung in Beverly Hills.

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***** Irgendwo Zwischendrin *****


In meinen letzten zwei Wochen in LA kam mich Aaliyah aus Südafrika besuchen. Und zu dem Anlass hab ich Kalifornien natürlich nochmal voll ausgenutzt. Wir sind direkt nach ihrer Ankunft erstmal zum Strand und dann nach Vegas gefahren und haben uns dort Britney Spears und Steve Aoki angesehen. Wir haben Buffet gegessen, wie sich das in Vegas gehört und auf dem Weg gab's In'n Out.

Am Sonntag Morgen mussten wir direkt wieder auf den Weg zurück nach LA, da mein Boss in Malibu ihren Babyshower hatte, welchen ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon meinen letzten Tag auf Arbeit gehabt und es war sehr bitter-suess, jetzt als Ex-angestellte da zu sein. Aber trotzdem wunderbar alle nochmal zusehen.

Noch dazu haben wir mehr oder weniger spontan eine Halloween/Housecooling Party bei mir geschmissen und ich war überrascht, dass wirklich fast alle meiner Lieblingsmenschen gekommen sind, auch wenn sie einen im normalen Alltag gerne versetzen (weil LA). Wir hatten soooo viel Spaß und viele haben die Nacht nicht heil überstanden. Selbst die Nachbarn im Haus nebenan haben uns am nächsten Morgen auf unsere Party gratuliert. Der perfekte Abschied.

Und dann am eigentlichen Halloween (Dienstag danach) waren wir bei der West Hollywood Parade, wo jedes Jahr eine halbe Millionen Menschen verkleidet durch die Gegend ziehen. Und wenn das nicht reicht, gibt's noch überall After-Parties.




***** Drei Monate Später*****


Da war plötzlich zu viel los und irgendwo zwischendrin hat mich meine Muse verlassen. Um's kurz zu machen: Meine letzten Wochen in LA waren wunderbar und ich war am Ende sehr traurig zu gehen. Nicht wegen LA selbst, aber weil ich mir trotz allem schon ein gutes Leben mit wunderbaren Menschen zusammengebastelt habe. Vielleicht zieh ich zurück, wenn ich dann Milliardär bin und mir das alles lockerflockig leisten kann. Selber protzen macht sicher Spass.



***** Heute *****

Ich glaube der Post wurde nie fertig, weil ich selber erstmal alles verarbeiten musste. Atlanta ist und bleibt wunderbar, aber ich hatte gar nicht realisiert, dass ich zu dem Zeitpunkt nun schon 4.5 Jahre in Kalifornien verbracht hatte, 3 davon in LA. Aus insgesamt nur 6 Jahren (Kanada und Deutschland Pausen abgezogen) in den USA. Ob ich's wollte oder nicht, ich hing an LA und Palmen und Protzleben. Und glaubt mir, es tut mir weh, das zuzugeben. Vorallem da ich es ja liebte, Scheisse zu labern. Au, mein Stolz, genug!

Ich hab's leider echt viel vermisst, und wusste nichtmal warum. Alles wurde mit LA verglichen und plötzlich fiel mir auch auf wie klein Atlanta im Vergleich ist. Und dann war auch noch Winter. Wobei ich den schon genossen habe und auch tatsächlich durch den Schnee gesprungen bin wie ein kleines Kind. Aber sonderlich aufheiternd sind kahle Bäume trotzdem nicht.

Es war nach wie vor die richtige Entscheidung. For now. Ich hab jetzt so ein bequemes Leben und kann mir auch immer locker mal was leisten. Selbst mein "Ein Trip pro Monat"-Plan passt nun voll in mein Budget. Und alleine wohnen toppt natürlich alles.

Aber sollte ich wirklich bald mein 6-stelliges Einkommen erreichen, könnte man ja wenigstens wieder öfter zu Besuch rüber fliegen. Hier nen Monat, da nen Monat?



Mittwoch, 4. Oktober 2017

Mein neuer Job

Seit über zwei Jahren arbeite ich nun schon im Gym, hab meine eigenen Kurse und bin zum Manager befördert worden. Noch immer ist alles super, ich liebe meinen Boss und meine Team (auch wenn ich hin und wieder ein wenig Pech beim Leute einstellen hab) und kann mich auch über meinen Lohn nicht beschweren. Und trotzdem reichte es immer nur knapp.

Nachdem Freund Nase ausgezogen war, hab ich mir zwei Mitbewohnerinnen gesucht und mir im Wohnzimmer eine Ecke in mein neues Schlafzimmer umgewandelt um etwas extra sparen zu können. Es war auch nicht mal so eng oder unangenehm wie es sich vielleicht anhört, da ich eh nur selten daheim war und fuer's schlafen hat's gereicht. Die Mädels hat's auch nicht gestört.

Es lief und lief und alles war super. Im April hatte mich eine Bekannte aus Atlanta (beste Freundin meiner damals - 2009 - Hostmom) in einem Post auf Facebook markiert. Einer ihrer Bekannten suchte deutsche Unterstützung für sein Team bei einem großen Medienunternehmen. Man will nach Deutschland expandieren und da brauch man natürlich jemanden der perfekt Deutsch und Englisch spricht. Ich hab ihm dann auf Facebook geantwortet und kurz später hatte ich ihn auch schon am Telefon. Ueber mehrere Wochen hatte ich mehrere Interviews mit allen Ebenen des Teams, habe mehrere Probearbeiten eingesendet und da die Deutschland-Übernahme erst für Spätsommer geplant war, hat sich das alles etwas herausgezögert. Am Ende glaubte keiner mehr, dass das überhaupt was wird. Aber es wurde. Und auf einmal hatte ich einen Vertrag unter der Nase.

Im Juli sollte mein Job-Training beginnen und ich musste natürlich erstmal mit meinem Gym Boss reden. Ich sagte ihm, dass es sei nur vorübergehend und ich brauche in der Zwischenzeit ein wenig mehr Flexibilität und weniger Kurse und Schichten. Er hat sich für mich gefreut und meinte, ich kann das machen, wie es mir am besten passt. Aber er hat auch immer wieder darauf hingedeutet, dass ich's mir besser nicht wage zu kündigen (mit brüderlichem Humor), schließlich schmeiße ich den Laden für ihn und seine Frau war nun schwanger und er braucht mich ohne Ende.

Jetzt bin ich schon ein paar Monate dabei und liebe es. Die Deutschland-Pläne verschieben sich immer wieder, weshalb ich auf unseren deutschen Seiten momentan noch nicht viel zu tun habe. Ich helf in der Zwischenzeit der Amerikanischen Seite aus und wurde von 30 Stunden pro Woche auf 40 "befördert" und bin nun Vollzeit dabei. (Und ich bin auch wieder in mein eigenes Schlafzimmer gezogen.)

Was mach ich da? Ich gehöre wohl nun zu den Menschen, die dir keinen bestimmten Job-titel nennen können und um den heißen Brei herumreden. Meine Mädels im Gym haben mich am Laptop arbeiten sehen und trotzdem nicht verstanden, was ich den eigentlich mach.

Also. Mein eigentlicher Job für die deutschen Seiten des Services (was sich momentan noch in Grenzen hält): Ich kreiere Beiträge für jegliche soziale Medien, antworte auf Kommentare und Nachrichten und helfe bei technischen Problemen aus; übersetze alles was es so zu übersetzen gibt (extremst vereinfachte Version meiner Job-Beschreibung). Also quasi Mädchen für alles - ich bin die einzige Deutsche im Team, alle anderen verstehen nur Bahnhof (oder eben auch nicht) und lassen mir alle Freiheiten der Welt. Bis das aber so richtig losgeht, mache ich quasi dasselbe, nur eben auf Englisch. Die Amerikanischen Plattformen laufen seit einigen Jahren und da ist gut was los - meine Unterstützung wird gebraucht und geschätzt.

Joa. Soviel dazu.

Und dies alles führte zum nächsten Post - und meiner momentanen Lebenslage - ich ziehe um.

Mittwoch, 13. September 2017

Besuch aus Atlanta (nicht fertig)

Seit Monaten war es geplant und ich hab mich soooo gefreut, als Roz im Uber bei mir auf Arbeit ankam, frisch vom Flughafen, frisch aus Atlanta. Ich hatte sie schon vorher gewarnt, dass der Verkehr vom Flughafen bis zu mir wahrscheinlich nicht nur 30 Minuten Fahrt zulässt (wie google maps das so verspricht) und dass sie doch eher eine Stunde einplanen sollte. Vom Flughafen schrieb sie mir dann (ihr Flieger landete um 9 Uhr morgens, ich sollte um 11 mit Arbeit fertig sein), dass sie noch schnell was isst und eine raucht, hat ja noch Zeit. Ach, wenn man doch nur mal auf mich hoeren wuerde. Ich hatte dann pünktlich Schluss und Roz war noch 20 Minuten entfernt. "Ich dachte du übertreibst..." ICH?? NIEMALS. Also in diesem Fall aber wirklich nicht.

Wir haben uns auf der Heimfahrt einen Kaffee geholt und Orangensaft. Und Sekt. Muss halt. Wir sehen uns schließlich nur einmal im Jahr. Kurz später machten wir uns dann auf den Weg zum Strand, nach Venice, um dort was zu essen. Die Kellnerin hatte die bomben-Idee, dass wir uns doch die großen Margaritas bestellen sollen, weil wir da ja mehr für unser Geld kriegen. Achso ja okay. Warum wir dazu ja gesagt haben, nach unseren Mimosas, weiss ich leider nicht mehr. Ich muss nicht erklaeren warum wir uns im Anschluss an den Strand gelegt haben, um ein Nickerchen zu machen. Ein kleines Weilchen später wachten wir aber auch wieder auf, nüchtern wie eh und je. Und da mussten wir auch schon wieder los, denn ich gute Nase hatte vergessen, dass ich ja meinen Kurs am Donnerstag Abend habe. Da musste ich also schnell zurück nach Beverly Hills um ein paar Mädels Pilates beizubringen. Alles halb so wild, dauert ja nicht lange und Roz hatte in der Zwischenzeit die Gelegenheit sich Beverly Hills anzuschauen.

Danach hat sie sich mit einer anderen Freundin aus Atlanta getroffen und ich hab mich verabschiedet, da ich am naechsten Morgen wieder im Gym arbeiten sollte. Aber nur bis 3 und dann hab ich mich schnell auf den Weg nach Torrance gemacht, wo ich die beiden abgeholt habe. Leider steckten wir da noch ein Weilchen fest und begaben uns erst gegen 5 auf den Weg nach San Diego. An nem Freitag, in LA. LEUTE. Roz und ich sind in der Zwischenzeit zum Laden gefahren und haben uns mit Alkohol und Snacks fuer die naechsten Tage eingedeckt. Und am Ende war der Verkehr nach SD nicht sooo schlimm, keiner wurde verletzt (ha) und wir kamen in nur etwa drei Stunden am Hostel an. Ja, Hostel, weil arm und abenteuerlustig.

Wir waren zunächst nicht allzu begeistert vom fehlenden Luxus und quietschenden Doppelstockbetten, aber man gewöhnt sich an alles. Am Ende fühlte es sich sogar wie Klassenfahrt an, wie in den guten, alten Schulzeiten.

Der erste Abend wurde relativ ungeplant in Angriff genommen. Mir war sowieso schnurz, was wir machen und somit bin ich den Damen einfach hinterher spaziert. Nach gut 10 Schritten wurden wir von einer Club-Promoterin angesprochen, die uns dann einfach in ihren Club mitgenommen hat. Dort wurden wir mit Sekt empfangen und es schien alles auf einen guten Abend hinauszulaufen. Der Club war schick, die Musik war gut, Leute waren nett. Warum wir nach 10 Minuten schon wieder gegangen sind, war mir zu dem Zeitpunkt ein Rätsel. Der gesamte Abend sollte so weiter gehen. Oh, was fuer ne coole Bar, lass uns ganz schnell wieder gehen. Später stellte sich raus, dass Roz's Freundin die ganzen Zeit irgendwelchen Typen von Tinder hinterher gerannt ist. Man kann ja schließlich nicht ohne männliche Aufmerksamkeit Spass haben. Weiber.

Irgendwann hatte sie die dann gefunden (nicht der Rede wert) und hat sich dann direkt entschieden, mit denen heimzugehen. Tschuess! Muss ich erwaehnen, dass sie NICHT meine neue beste Freundin wurde?

Donnerstag, 29. Juni 2017

Mal wieder in Vegas

Kaum war ich von Coachella erholt, wartete auch schon das nächste Party-Wochenende auf mich. Der Anlass war ein Geburtstag und es passte mir recht gut, da ich dringend mal wieder ein Mädels-Wochenende brauchte.

Wie sollte es anders sein wurde ich am Tag zuvor natürlich wieder zum Arbeiten am Freitag Morgen verdonnert, was ich aber dankend ablehnte. Ich kann dich nicht immer retten, Junge. Die Rezeption war also unbemannt, während ich mir gemütlich meine Wimpern machen lassen hab, bevor es dann direkt nach Vegas ging. Glücklich war der Boss nicht, ich dagegen umso mehr. Die Fahrt war schnell getan und ich kam sogar um die gleiche Uhrzeit an, wie die Mädels landeten. Ich holte sie vom Flughafen und schon im Auto war klar, dass wir einfach so viel Spaß haben werden. Unsere Suite im Venetian war RIESIG und mit allem ausgestattet, was wir je brauchen könnten. Wir bestellten uns noch ein paar extra Bademäntel und bereiteten uns auf die anstehende Nacht vor. Leider hat sich eine von uns 5 Mädels nicht so gut gefühlt, eine andere sollte erst später landen und somit waren wir erstmal nur zu dritt unterwegs. Wir machten uns auf den Weg zum Hotel, wo wir Calvin Harris oder David Guetta sehen wollten (was eindeutig nicht von mir ausging, ich kann die beiden nicht unterscheiden). Dort wollte man uns allerdings nicht um die Schlange herum gehen lassen, bzw sollten wir dann auch noch bezahlen, obwohl wir auf der Gästeliste waren, und das hat uns natürlich gar nicht gepasst. Linda und ich haben uns dann verabschiedet und Nummer 3 hat sich ein Ticket gekauft und auf Mädel Nummer 4 gewartet.

Wir hingegen sind nun zum 1Oak gelaufen und haben uns dort mit unsere üblichen, "hi wir sind Schwestern"-Nummer die Zeit vertrieben. Wir haben seit Jahren an unserer Geschichte gearbeitet, und sie wird immer glaubwürdiger. Männer vereiern und so. Getanzt haben wir natürlich auch, und gerade als wir uns auf den Heimweg machen wollten, wurde uns ein Tisch angeboten. Aaaah ja, hinsetzen. Die Jungens am Tisch waren high (oder vielleicht auch nicht, Mama) und sehr leicht unterhalten. Alles lockerflockig. Irgendwann wurde das aber auch langweilig und ich wollte nur noch schnell ins Bad gehen und dann mit Linda nach Hause. Nur doof, dass ich aus dem Bad kam  und von Linda weit und breit keine Spur war. Ich rief sie an und sie meinte, ich sollte einfach nur raus zu den Taxis kommen. Da stand ich gut eine halbe Stunde draußen und rief sie immer wieder an und immer wieder versicherte sie mir, dass sie da ist. Und ab und zu versicherte mir auch ein Security-mann, dass die da wirklich stehen. Wo 'da' ist, fanden wir aber leider nie heraus.

Linda war also vom Boden verschluckt und ich war ein Stückchen von unserem Hotel entfernt. Und dann, ohne Scheiss, ruft mich mein Ex von Houston an. Sieben Jahre ist's her. Er hätte mein Snapchat gesehen und ist grad in Vegas gelandet. Jut, zu dem Zeitpunkt war ich natürlich gut dabei und dacht mir, aaaah der alte Spinner, hoeren wir's uns mal an, was er so zu sagen hat.

Fünf Minuten spaeter stand er vor mir. Wir setzten uns an die Bar und redeten ein Weilchen über die Vergangenheit, bis ich zu müde wurde. Immernoch dasselbe Gelaber. Ich weiß nicht mehr, ob ich ihn je im Blog erwähnthatte, aber das war ein Jahr voller Mist (und Abenteuer, aber hauptsächlich Mist) und der, mit dem ich durch Europa gefahren bin.

Jedenfalls hab ich mich am Hotel absetzen lassen, wo ich dann auch Linda gefunden hab. "Where did you go?" - "Where did YOU go?" - The End. Wir werden nie wissen, was da schief gelaufen ist.

Am Samstag Morgen waren wir alle überraschend fit und Nummer 5 hat's nun auch ins Hotel geschafft. Und Nummer 6? Wer's das? Nummer 5 hatte nen Mann im Bett. Erste Frage: "Can you get some food?" Keinen schien es zu wundern, wo der Herr herkam und wann und wie und überhaupt. Er war da jetzt einfach da. Und hat uns sogar was zu essen geholt. Nett.

Es war noch nichtmal Mittag und wir waren alle voll dabei uns für die nächste Party vorzubereiten. Uns gings etwas zu gut, dafür, dass wir kaum geschlafen hatten, aber wir wollten's auch nicht in Frage stellen. Der Bikini sitzte und wir spazierten ins Nachbarhotel, zur Poolparty. Leider standen wir da ein Weilchen in praller Sonne und die Müdigkeit setzte ein. Gerade als die Stimmung ihren Tiefpunkt erreichte, kamen wir am Eingang an, und dann ging die Post wieder ab. Fuer die nächsten Stunden wurde pausenlos getanzt und alles war wieder gut.

Als sich die Party dem Ende neigte, machten wir uns auf dem Heimweg. Aber nicht, ohne vorher noch einkaufen zu gehen. Wir müssen ja schließlich mal wieder essen. Gesund war anders, aber wir sind ja quasi im Urlaub. Dann wurde noch schnell ein Nickerchen gemacht und dann waren wir auch wieder fit. Diesmal ging's zum XS Club, mein erstes Mal und ach, war der schön. Wir haben wieder gaaanz viel getanzt und mittendrin wollte mein frisch aufgeladenes Handy nicht mehr angehen. Ich war vielleicht genervt. Handy tot. Adios. Dem tat die Hitze, Pool und Rumgetanze wohl nicht so gut. Jut. Davon hab ich mir dann meinen Abend auch nicht versauen lassen. Zum Abschluss gab's Pizza und dann.. ja dann standen wir vor verschlossener Hoteltuere. Geburtstagskind war schon seit einer Weile verschwunden und dann machte alles Sinn. DA WAR EIN JUNGE IM ZIMMER. Nach 10 Minuten an der Tuere hämmern, machte sie uns dann ganz verschlafen auf, wir verputzten unsere Pizzen und schmeissten den Herren raus. Der war nämlich gar nicht so nett wie der Andere. Und damit wollen wir unsere Zeit nicht verbringen.

Wenige Stunden später stand ich wieder auf der Matte und machte mit Lindas Handy den nächsten Laden ausfindig. Kurz die Strassenkarte eingeprägt und dann gehofft, dass ich mich nicht verfahre. Hat aber alles geklappt und nur eine Stunde später hatte ich ein vorübergehendes Handy. Besser als nichts. Plan war, es zurueckzugeben, sobald mein neues, permanentes Handy ankommt, aber das hab ich bis heute nicht geschafft. Man kann ja nie genug Telefone haben........

Zurück im Hotel waren die Mädels schon gut am packen und auschecken und auch ich war schnell zusammengepackt und hungrig. Wir machten ein Buffet ausfindig und sassen dort einige Stunden. OMG war das lecker. Und OMG waren wir aufgebläht danach. Was passt da besser, als sich an einen Pool zu legen? Dort war auch gut was los und wir hatten noch eine letzte Mini-party, bis wir uns dann endlich verabschieden mussten. Ich hab die Mädels am Flughafen abgesetzt.












Samstag, 24. Juni 2017

Wochenende 2

Ich hatte mich kaum vom ersten Wochenende erholt, da musste ich auch schonwieder losfahren. Diesmal sind Melissa und ich getrennt gefahren, da unsere Schichten zu verschiedenen Zeiten anfingen. Meine Fahrt war dementsprechend still. Ich bin natuerlich mal wieder Stunden vorher losgefahren und stand am Ende aber leider trotzdem im Stau. Hachja, LA.
Die Donnerstagsschicht war 12 bis 7 und extremst unspannend. Aber danach sind wir natuerlich zum Walmart gefahren, um uns wieder mit Nahrungsmitteln einzudecken. Am Abend waren noch keine Konzerte, da nur die Camper anreisen und sonst nichts passiert, also haben wir uns nette Dinner Plaene gemacht. Melissa wollte kochen und ich wollte nur nen ruhigen Abend, bevor wir wieder schlaflos durch die Wueste spazieren. Noch auf dem Walmartparkplatz holte Melissa einen Cookie aus ihrer Tasche und wir hatten beide echt nur ein winziges Stueck. Dennoch merkten wir schon auf der Fahrt zurueck zum Hotel, wie hungrig wir auf einmal waren. Und dann konnten wir nichtmehr aufhoeren zu lachen. Im Hotel angekommen, fing Melissa an zu kochen und ich habe mit einen Eisriegel genommen, um die Zeit bis zur Mahlzeit zu ueberbruecken. Zuckerrrrr. 
Melissas Pasta mit veganem Huehnchen war am Ende viel zu scharf fuer uns beide. Kommt davon, wenn man in unserem Zustand kocht. Aber wir waren am Ende eh viel zu muede um uns gross darueber zu beschweren. 
Der naechste Morgen kam viel zu frueh und Melissa musste um 8 anfangen, waehrend ich noch ewig schlafen konnte (ich hatte die 12 Uhr Schicht erwischt). Viel laenger war aber auch ich nicht im Bett und ich verspuerte den Drang Sport machen zu gehen. Ich machte also einen schnellen Stop im Hotel-gym, bevor ich mich fuer den Tag und Abend vorbereiten und auf den Weg zum Festival machen musste. Der Tag verging wie im Flug und wir waren gut beschaeftigt in unserem Zeltchen. Leider hatte sich Melissa am Ende nicht so gut gefuehlt und mir waren die Konzerte an dem Abend mehr oder weniger egal (Radiohead? Hm). Sie ist zurueck ins Hotel gefahren und ich bin mit nem Kollegen durch die Wuestengegend gefahren. Am Ende haben wir es uns mit ein paar Bierchen (Heineken natuerlich) auf dem Coachella Parkplatz gemuetlich gemacht, im Pick-Up Truck natuerlich, und der Musik zugehoert bis es zu kalt wurde und ich immerwieder eingeschlafen bin. 
Ich habe am Samstag Morgen eeeewig geschlafen und hatte leider keine Zeit vor meiner Schicht Sport machen zu gehen. Aber auch halb so wild, schliesslich brauchte ich meine Energie fuer den anstehenden Abend (was ich aber noch nicht wusste). Die Schicht verging wieder wie im Flug und Melissa holte mich am Ende ab und gemeinsam mit Kollegen und Coachella-goodies haben wir uns auf dem Weg zum Festival gemacht. Begonnen wurde mit einer Runde Power-tanzen im Heinekenhaus, bis mir auf einmal ganz schwindelig und heiss wurde. ich hab mich draussen fuer ne Weile auf den Boden gesetzt und versucht mit Wasser und Atemuebungen wieder klarzukommen. Ich wollte am liebsten nach Hause, wusste aber auch, dass es nur vorruebergehen sein kann. War's auch. 20 Minuten spaeter ging's mir besser als je zuvor und wir sind wieder gluecklich durch die Gegend gesprungen. Zwischendurch haben wir noch ein paar von Melissas Freunden aufgegabelt (wie die sich in den Menschenmassen ohne Handyempfang gefunden haben, wird mir fuer immer ein Raetsel sein) und dann kam mein Schwindel auch schon wieder. Diesmal aber noch kuerzer und weniger schlimm und auch da wurde durchgerollt, bis ich wieder fit war. Wir haben uns DJ Snake angeschaut, was natuerlich mit all den Lichtern und Effekten sehr eindrucksvoll war.

Und dann war's Zeit fuer Lady Gaga. Ich bin kein grosser Pop-fan aber die Riesenbuehne, und die Atmosphaere, und die Menschen... alles hat gepasst. Es war so schoen, eine von Melissa's Freundinnen hat zwischendurch einfach mal spontan angefangen vor Freunde zu weinen. Hach, die ganzen Gefuehle. 

Am naechsten Morgen waren wir noch immer in bester Laune und unsere Schicht war dementsprechend spassig. Leider musste Melissa am Montag arbeiten und hat sich direkt nach ihrer Schicht verabschiedet, waehrend ich mich noch in Coachellamassen gewaelzt hab. Ich konnte mir schliesslich Lorde und Kendrick nicht entgehen lassen. Also, schon, aber ich wollte auch das meiste aus diesem Event und meinem freien Ticket rausholen. Meine gute Laune verliess mich waehrendessen leider und am Ende des Abends wurde ich immer trauriger, dass es nun wieder vorbei ist. Ich bin nach den Shows noch zum Hotel gefahren, wo ich ein Powernap gemacht hab, bevor ich mich gegen 4Uhr morgens auf den Weg zurueck nach LA gemacht habe.







Montag, 19. Juni 2017

Coachella Wochenende 1

Ohhhhh es war so schön. Ich trauer fast drum, so toll war's. Aber zurück zum Anfang, wie alles begann:

Ich hatte mir schon Monate im Voraus die Tage freigenommen, weil ich so gerne wieder auf Coachella arbeiten wollte und hach, es hat geklappt. Boss meinte, ja tuerlich, hau rein, goenn dir was. Nur leider haben in der selben Woche zwei meiner Mitarbeiter krank gemacht und wir hatten niemanden für die Donnerstag-Morgenschicht. War ja klar. Und am Tag zuvor hab ich schon die Abendschicht arbeiten müssen, somit kam ich erst gegen 11 ins Bett, hatt null Zeit zum packen und musste dann um 5 schon wieder raus. Kaffeekaffeekaffee. Noch dazu sollte ich während meiner Schicht einen Kurs unterrichten, der natürlich voll gepackt mit Leutchen allen Alters und Fitnesslevels war. Ja, mach mal Jule. Ich hab denen am Ende ein halb-waches Stündchen Pilates gegeben, was sie alle super fanden. Fast alle. Da war doch glatt eine dabei, die schon personal Trainer ist und nun sich im Pilates breitmachen will. Alles kein Ding, immer weiter lernen, auch mit 50, find ich klasse. Aber dann hat die doch tatsächlich den Nerv meine Klasse zu kritisieren. Und nicht mal objektiv. Es war ihr nicht kreativ genug, ich hatte keinen "flow". Hackts? Ich mag nicht perfekt sein, aber mein flow flowed wie sau. Vorallem, da ich drei junge Hüpfer, einen Anfänger, einen übergewichtigen aelteren Herren und Frau Meckertante dabei hatte. Erfind da mal auf die Schnelle eine Klasse, von der alle profitieren können. Die ist selbst noch nicht fertig mit ihrem Program, an dem sie jetzt schon über ein Jahr lang lernt, und hat auch keine Klassen, aber will meine Lehrweise anzweifeln.
Das hat mir dann den letzten Nerv geraubt, vorallem weil ich vorher immer mega aufgeregt bin und mich erst drüber freue, wenn's vorbei ist. Und wenn man dann runtergezogen wird, obwohl man auch nur für jemanden eingesprungen ist. Ach man, das war doof. Ich hatte glücklicherweise die nächste Schicht eine Stunde frueher anfangen lassen, und somit war ich nun erlöst. Ich hatte nichtmal den Nerv mich zu verabschieden und bin einfach aus der Tuer gerannt. Dort wartete der ältere Herr, der in meinem Kurs war, auf mich um mich zu fragen wann meine anderen Klassen sind, er muss das unbedingt wiederholen. Er meint, er hätte 10 Kilo in der vergangenen Stunde abgenommen und will bitte regelmaessig meine Kurse nehmen. ICH HAETT HEULEN KOENNEN.

Ab nach Hause geduest, schnell ein paar Shorts, und alle meine Hippie-outfits in eine Tasche geworfen, mein buntestes Make-up, Sonnencreme und Sonnenbrille und Chucks und dann gings auch schon los. Ich bin zuerst Richtung Downtown gefahren (wo ich sowieso vorbeimusste) um meine Kollegin abzuholen. Ich war schon etwas enttaeuscht, dass es nicht diesselbe wie letztes Jahr war, aber Melissa konnte die Schuhe ihrer Vorgaengerin sehr gut fuellen. Die Autofahrt war ueberhaupt nie langweilig und auch wenn wir ab und an ein bisschen im Stau steckten, ging es doch flott voran. In Indio angekommen, haben wir erstmal unsere Armbaender, Parking-sticker und Hotelschluessel abgeholt und hatten noch genug Zeit um uns gemuetlich zum Dinner hinzusetzen. Und dazu gab's natuerlich einen feierlichen Margarita. Wenn schon, denn schon. Dann begaben wir uns auf dem Weg zum Festival und diesmal wusste ich sofort, wo ich Parken konnte und alles lief wie am Schnuerchen. Auf dem Parkplatz wurde schnell das Make-up aufgefrischt bevor wir den Marsch zu Heineken begannen. Marsch, weil der Parkplatz nochmal gut 20 Minuten vom Festivaleingang entfernt ist und Staub und Hitze natuerlich alles dreimal schwerer machen. Aber so blieben wir wenigstens etwas aktiv, mit dem ganzen Fast food was folgen sollte.

An unserem Arbeitsplatz angekommen, sah ich sofort bekannte Gesichter und alles fuehlte sich an, als waeren wir nie weg gewesen. Selbes Team, selber Stand, etwas andere Deko und neues Outfit. Die erste Nacht verging wie im Flug und es war nur ein wenig kalt.

Die Fahrt zum Hotel war dunkel und etwas abgelegen. Wir kamen in unser Apartment, wo die anderen zwei Maedels schon am Schlafen waren und mussten feststellen, dass unser Zimmer gar nicht gemacht war. Nun waren wir aber zu muede um das Bett noch zu beziehen und alles einzurichten, also riefen wir kurzerhand die Rezeption an und baten die um Hilfe. Angeblich waere aller Roomservice und Haushelfer off duty und somit gab man uns einfach ein neues Apartment. Zwei Schlafzimmer, ganz fuer uns alleine. Und mit Ausblick auf den Pool. Hammerschoen.

Leider war ich am naechsten morgen schon frueh um 8 wach und wusste recht wenig damit anzufangen. Fuers Gym war ich zu muede. Kaffee machen und Naegel lackieren dauert jetzt auch nicht ewig. Gegen 11 war Melissa dann aber endlich wach und wir begaben uns sofort auf die Suche nach was essbarem. Ein suesses mexikanisches Restaurant tat's uns an und bis wir da waren, war's Mittagszeit. Es war sooo lecker. Und so noetig. Danach haben wir uns im Laden nebenan mit Nahrungsmitteln eingedeckt, da wir ja schliesslich nicht fuer jede Mahlzeit essen gehen koennen. Koennen schon, aber dann waere das hartverdiente Geld ja sofort wieder weg. Und als wir schon dabei waren, haben wir uns eine kleine portable Heizung geholt. Wueste ist kalt nachts. Schlau, schlau.

Zurueck im Hotel machten wir uns wieder einen Margarita und tanzten durch die Gegend waehrend wir uns gaaaanz langsam fuer den Abend fertig machten. Zwischendurch mussten wir wieder in unser altes Apartment ziehen, was nun fuer uns bereit war. Halb so wild, schnell getan. Und dann ging dasselbe Spiel von vorne los. Auf zum Festival, parken, auffrischen, laufen, Bier hin und hertragen, frieren, Pilates vorm Zelt machen um warm zu werden, weil die Heizung im Auto vergessen wurde, Zeit vertreiben, zum Auto laufen, zum Hotel fahren, Wuestenstaub wegduschen, schlafen.

Am naechsten Morgen haben wir gemuetlich auf dem Balkon gefruehstueckt, und rechtzeitig fertig gemacht, sodass wir vor der Arbeit noch ein paar Konzerte sehen konnten. Wir sind also ein paar Stuendchen eher zum Festival gefahren und haben es uns dort gut gehen lassen. Ice cream, Mac&cheese, Prosecco und faul im Gras sitzen. So laesst es sich leben. Das Spiel wiederholten wir auch am vierten Tag und dann war's auch schon vorbei. Ich hatte die Montag morgen Schicht. Und machte mich am Morgen still und heimlich alleine auf den Weg, waehrend Melissa ausschlafen konnte. Diesmal konnte ich mit meinem Auto direkt ans Zelt fahren, da alle Absperrungen schon runtergenommen wurden und es ja offizieller Abfahrtstag war. Es war nun leider ueberhaupt nichts los und die Zeit wollte nicht vergehen. Noch dazu war es schwuel und stickig und ich wollt eigentlich nur nach Hause fahren, damit ich spaeter nicht ewig im Stau stehe. Am Ende durft ich eine Stunde eher gehen und hab sogar noch 2 Boxen Heineken mit heimnehmen duerfen. Ich holte schnell Melissa vom Hotel, wir fuhren an nem Subway vorbei und dann ging die Post ab. Oder auch nicht, denn nun war es zu spaet und wir steckten mitten im Coachella Verkehr. Und dann rief mich auch noch mein Boss an, ob ich denn nicht die Kurse am Abend uebernehmen koennte. Ja, klar, wenn ich bis dahin wieder in LA bin...

Und so wurden wir direkt wieder in den guten, alten Alltag geschmissen.


before
after












Samstag, 8. April 2017

Julia zur Rettung

Mein Montag fing recht gemütlich an. Ich war morgens babysitten und hab mir dann ein Workout bei den Culver City Stairs gegönnt. Einfach ein paar Treppen, grade hoch, mit super Ausblick. Und dann läuft man die Seitenwege wieder runter. Und das dann eben vier mal und man hat genug gemacht für den Tag.

Danach bin ich zu Target gefahren, was da in der Ecke liegt und dacht mir so, "jetzt geh ich mal fett einkaufen" - bis ich dann auf dem Parkplatz merkte, dass ich meine Kreditkarten daheim liegen lassen hab. Auweia. $20 in bar hab ich in den Ritzen meiner Sitze gefunden und die wurden dann natürlich auch voll ausgenutzt. Fuer 2 große Kanister Mandelmilch, Kaesesticks und nen Eyeliner hat's gereicht. Was will man mehr? Damit kann ich gut ein paar Tage leben!

Da ich erst um 4 Arbeiten musste, bin ich noch ne Runde laufen gegangen und hab dann bequem geduscht und mich laaangsam für den Tag fertig gemacht. Und da bekam ich eine SMS vom Boss. "Soooo... kannst du vielleicht Lo's Kurse übernehmen heute?"

In der letzten Minute nen Pilates-kurs zu planen ist ein Ding, aber dann für Lo's Kurs, der mega beliebt und immer voll ist.... Neee, kann ich, aber will ich eigentlich nicht. "Ich bezahl dir, was ich Lo bezahle." - Oh, okay.

Gesagt, getan und ein paar Stuendchen spaeter, waehrend meiner normalen Schicht, bin ich mega nervös ins Studio marschiert und hab einen auf professionell, ich weiss total was ich mache, gemacht. Meine Klassen sind normal so auf dem Plan, dass jeder weiss, dass ich noch in der Ausbildung bin (wobei mein Kurs selber seit Dezember fertig ist, ich muss nur noch meine Praxis-Stunden sammeln). Ich hab also kaum Leute, die nen Profi erwarten. Aber diesmal wusste niemand nichts. Und obwohl Leute gemerkt haben, dass ich nicht Lo bin, keiner kam auf den Gedanken mich zu fragen, ob ich weiss, was ich hier mache. Es scheint also gut gelaufen zu seien. Vor allem der erste Kurs war mehr Spass als Arbeit und ich hab meinen Plan, den ich mit kurz vorher zusammengekritzelt hatte, gar nicht angeschaut.

Der zweite dann allerdings... auweia. Ich hatte ein Maedel drin, der haette ich gerne eine geklatscht. "Aber Lo macht das immer so." und "Bei Lo koennen wir das machen" und "Koennen wir nicht einfach nur Bauchmuskeln machen, das ist zu viel Bein" ALTER FRESS MICH DOCH DU DAEMLICHE KUH. Am Ende war sie sogar dreist genug mich und meine wunderbaren Anweisungen komplett zu ignorieren und hat ihre Sitzbeuge (?) in furchtbarer Form gemacht, waehrend der Rest des Kurses ein wunderbares Ganzkoeper-Pilates-workout von mir bekam.

Mein Boss hatte mich scheinbar beobachtet (ich wusste nichtmal, dass der da war) und seitdem hat er auch Lo's Klassen mehr beachtet und meinte spaeter, dass er bemerkte, dass sie gar kein richtiges Pilates lehrt. Immernoch gute, super Kurse, die aber wohl mit Pilates nichts zu tun haben. Was erklaert warum ihre 'Schueler' so eine schlechte Form bei den meisten Sachen hatten, die ich von denen wollte.

Am naechsten Tag bekam ich wieder eine SMS. Lo ist immernoch krank und ich muss wieder einspringen. Diesmal fuer Pilates auf der Matte, was ich im Privat-Kurs super draufhab, aber so eine ganze Klasse? Oh man. Am Ende waren's dann doch nur zwei Maedels und wir hatten allerlei Spass dabei. So sehr, dass eine der beiden sich sogar fuer den zweiten Kurs des Abends eingetragen hat. In dem waren dann vier Maedels, und auch das lief super.

So super, dass mein Boss nun will, dass ich regelmaessig fuer Leute einspringe und demnaechst auch manche Kurse komplett uebernehme. Alter Falter, ob ich darauf vorbereitet bin. Wir werden sehen.



Sonntag, 2. April 2017

Coachella 2017 - ich bin wieder dabei!

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Weil's letztes Jahr so super war, hab ich mich auch dieses Jahr wieder fürs Festival beworben und dachte es wär mit meiner üblichen Email getan. Nee du, so einfach machen wir dir's diesmal nicht, liebe Jule. Meine Agentur bestand auf neue, professionelle Bilder, die ich natürlich nicht grad so rumliegen hatte. Ich hab alles halbwegs professionell aussehende herausgebuddelt, was ich so in meinen Bildern finden konnte, aber nichts war gut genug. Also hab ich kurzerhand Syd, meine Mitarbeiterin und Teil-zeit Model, engagiert um mir ein paar simple Schnappschüsse in simplen Klamotten, vor simplen Hintergründen zu machen. Das war am Ende sogar recht flott erledigt. Wer hätte gedacht, dass meine Nachbarschaft so schöne Wände hat. Dann hab ich die Ergebnisse noch etwas bearbeitet, um sie noch etwas 'professioneller' aussehen zu lassen und dann schickte ich die Email auch schon ab. Ein paar Minuten später kam die Antwort: "Super, danke!"

Und dann hieß es Warten. Die Agentur schickt die Bilder an den Kunden (in diesem Fall Heineken) und der entscheidet dann, wer mitmachen darf und wer nicht. Die Tage vergingen... und dann eines Abends, als ich mal nicht einschlafen konnte und mit meinem Handy gespielt hab, kam eine Email. 


Ich hab wortwörtlich gequiekt (?) als ich das gelesen hab und somit war meine Nacht leider vorrueber. In den letzten Wochen kamen dann immer wieder neue Emails. Was für Groessen trage ich, was sind meine Maße, usw. Da erinnerte ich mich wieder daran, dass ich letzte Jahr die 'Grösste' war. Von den anderen Mädels war keine grösser als 1,65m, wenn überhaupt. Und die passten natürlich alle in die XS und S rein, wohingegen ich die für eine M eintauschen musste. Ich LIEBE meinen Körper, aber ich HASSE was diese Industrie verkörpert

Also ich meine Maße in die Liste eingetragen hab, sah ich nur wie sie alle schon ihre XS und 62cm Taille reingeschrieben haben. Ich, ganz stolz, in fett: M. 68cm. Sagen wird niemand was, aber ich hoffe, dass sie dieses Jahr auch wirklich meine Groesse bestellen und ich nicht wieder in den Laden muss um 'ne S in 'ne M zu tauschen. 


Montag, 27. März 2017

Das gute alte Arbeitsleben

Ich hab letztens seit langem mal wieder einen Abend mit Au Pairs und anderen internationalen Leuten verbracht. Das letzte Mal war bestimmt schon gut ein Jahr her. Reingepasst hab ich da nicht so wirklich, aber es war mal wieder schoen zu sehen, wo man angefangen hat. Und was man damals so interessant fand. Zum Beispiel waren alle mega fasziniert mit meinem Arbeitsalltag. Und ueberhaupt ist's ja SO COOL 'nen 'richtigen' Job zu haben. Was man so alles fuer selbstverstaendlich nimmt...

Und demzufolge habe ich es auf mich genommen und mir fuer ein paar Tage letzte Woche alles aufgeschrieben, was ich so gemacht habe. Ob das nun fuer die Masse meiner Leser interessant ist, wird sich zeigen, aber immerhin mal wieder was zu lesen, wa?

Fangen wir letzte Woche Donnerstag an. Ich hatte die Tage zuvor Kumpel zu Besuch und bin dementsprechend spaet ins Bett gegangen (10 ist spaet fuer mich, ok). Also bin ich erst so gegen 7 aufgewacht und bin direkt zum Fittie marschiert. Beine waren an der Reihe und ich hatte ein hammer-gutes Workout. Schwer und viel und hach, tat das gut, nach drei Tagen nichts tun. Danach hab ich schnell geduscht und mein Essen fuer den Tag gekocht und zusammengepackt und dann ging's auch schon zur Arbeit. Dort war nicht allzuviel los und ich hab mich hauptsaechlich mit Emails und Systemchaos beschaeftigt. Sachen die man so vor sich herschiebt, bis man wirklich nichts besseres mehr zu tun hat. Zwischendurch hab ich mir ein lecker Sandwich vom Cafe nebenan gegoennt und dann war's auch schon vorbei. Oder auch nicht. Wir hatten fuer den naechsten Tag eine Art 'Tag der offenen Tuer' geplant. Mit Sponsoren und neuen Produktpraesentationen zum Ausprobieren. Zudem hatten wir noch ein paar mit Logo bedruckte Sachen im Lager, die wir zu dem Anlass noch fuer billig verkaufen wollten. Leider lagen die nun schon ein Weilchen im Lager und es war an uns, die gutsten von Falten und Staub zu befreien. Natuerlich nach meiner regulaeren Schicht, sonst waer's ja zu einfach. Also hab ich mit mit Syd, meiner Mitarbeiterin, getroffen um unseren Angriffsplan zu besprechen. Als erstes: Wein. Zweites: Abendbrot. Und dann und auch wirklich erst dann kann man irgendeine Art Produktivitaet von uns erwarten.

Also auf zum Laden, Wein holen. Und Essen von Chipotle. Man goennt sich ja sonst nichts. Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt, was denn aus dem Essen wurde, welches ich mir am Morgen vorbereitet hatte. Nicht wurde draus. Nichts. Ich hab's dann am naechsten Tag gegessen, was noch essbar war, aber erwaehnenswert war's eigentlich nicht.

Nach dem ganzen Aufwand waren wir fast schon zu muede noch irgendwas zu machen, aber wir waren am Ende doch sehr produktiv und haben so einiges gemeistert. Gegen 9 habe ich mich verabschiedet und bin mal wieder viel zu spaet im Bett gewesen. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich fuer gewoehnlich um 5 aufstehe... wie es nun auch an diesem wunderschoenen Freitag der Fall sein sollte. Ich hatte die Fruehschicht und musste das Gym aufschliessen. Muede hat schon lange keine Bedeutung mehr und mein Boss weiss, dass er mich sofort auf einen Kaffee-hol-gang zu schicken hat, sobald er reinmarschiert. Gesagt, getan. Und waehrend ich so meine Bestellung aufgab, flatterten per SMS immer mehr Bestellungen von meinen Co-Trainers herein. Gluecklicherweise bin ich natuerlich immer mit Boss' Kreditkarte bewaffnet.

Der Tag zog sich unendlich. Um 10 war's endlich Zeit fuer unser Event und alles lief am Schnuerchen. Ein voller Erfolg. Und ich habe meine neue Sucht entdeckt. Eggplant Jerky. Quasi wie Beef Jerky, nur vegan und fuenfmal so lecker. Powerplant heissts glaub ich, wer mal schauen will.


ICh muss schnell auf Arbeit, aber Fragen, Wuensche, und Sorgen sind immer willkommen! :)